Bally zieht einen Schlussstrich unter seine Produktion in der Schweiz. Am Standort Caslano verlieren die letzten 27 Beschäftigten ihre Arbeitsplätze, nachdem sie in der vergangenen Woche ihre Kündigungen erhalten haben. Nach dem Sommer sollen dort nur noch die Büros mit rund 100 Mitarbeitenden bestehen bleiben. Das berichtet das italienische Medium La Conceria.
Die Maßnahme ist demnach Teil eines umfassenden Umbaus, der seit der Übernahme durch den US-Investor Regent im August 2024 vorangetrieben wird. Bereits zuvor waren am Standort Caslano 65 Stellen gestrichen worden. Zudem schloss der neue Eigentümer die Tochtergesellschaft Bally Studio im italienischen Lastra a Signa sowie die Aktivitäten der Bally Foundation in Lugano.
Mit der Entlassung der verbliebenen Produktionsmitarbeiter ist der Rückzug aus der Schweizer Fertigung nun vollständig abgeschlossen.
Wie es mit dem Standort weitergeht, ist unklar. Zwar sollen die Bürostrukturen zunächst erhalten bleiben, doch auch dort könnten Einschnitte folgen. „Es gibt bereits Gerüchte, dass es dort wahrscheinlich ebenfalls zu Kürzungen kommen wird“, so Luca Robertini von der Gewerkschaft OCST. „Es sieht so aus, als wolle der Käufer die Marke behalten, also wird etwas davon erhalten bleiben. Ob das nun 10 oder 100 Leute sind, wissen wir einfach nicht“.