Die Zukunft der Schweizer Marke Bally, die 2024 an die Investmentfirma Regent verkauft wurde, ist unklar. Im Mai wurde die lokale Produktion am Standort Caslano eingestellt, dabei wurden 27 Mitarbeitende entlassen. Laut einem Bericht der Zeit wurde allen Angestellten per Ende August gekündigt. Im Juni wurde eine Nachlassstundung bis zum 15. Oktober 2026 über das Unternehmen verfügt, um den drohenden Konkurs zu verhindern. Bally steht nun unter Aufsicht des Konkursamts Lugano. Sachwalterin von Bally ist aktuell die Transliq AG in Bern, sie ist auf Konkursverwaltung spezialisiert.
Ein Übernahmeangebot von Roberto Martullo sei zuletzt abgelehnt worden. Er ist ein in der Schweiz bekannter Unternehmer und hat auch die Schuhmarke Künzli übernommen. Im Tagesanzeiger bekräftigte er in einem am 27. Juli veröffentlichten Bericht, dass er Bally weiterhin übernehmen wolle. Er kritisiert die Unternehmensführung vor allem für die Entscheidung, die Produktion in der Schweiz einzustellen. „Man kann nicht Schuhe für 1000 Franken verkaufen, die in China produziert werden“, ließ er sich zitieren. Er würde die Schweizer Produktion im Falle einer Übernahme wieder hochfahren, kündigt er an: „Es würde mich reizen, eine renommierte, alte Schweizer Traditionsmarke mit großer Strahlkraft wieder aufzubauen.“