„Anlässlich einer aktuellen Überprüfung der eigenen Klimaschutzstrategie nimmt das Unternehmen nun eine strategische Änderung vor“, heißt es vom Online-Fachhändler Bergfreunde. Das Unternehmen möchte sich laut eigenen Angaben an die aktuellen wissenschaftlichen und klimapolitischen Anforderungen anpassen. Dabei soll zukünftig auf die Auszahlung von CO2-Kompensationen verzichtet werden. Vielmehr möchte der Fachhändler in Klimaschutzprojekte investieren. Im Fokus stehen dabei vor allem Projekte, die es möglich machen sollen, langfristig Treibhausgase zu binden und zu speichern.
So werden beispielsweise Landwirtinnen und Landwirte unterstützt, die besonders bodenschonende Landwirtschaft betreiben. Dadurch soll der Hummus-Gehalt im Boden verbessert und hochgehalten werden. Dieser Hummus dient dann als Kohlenstoffsenke und bindet auf natürliche Weise CO2. Bergfreunde kooperiert für das Projekt mit dem deutschen Unternehmen Positerra GmbH. Positerra fungiert als Vermittler zwischen Unternehmen und Landwirtinnen und Landwirten.
Allerdings geht dieser Wechsel nicht ohne Konsequenzen einher. Den Claim „Wir sind klimaneutral“ muss der Bergfreunde aufgeben. Matthias Gebhard, Co-Geschäftsführer von Bergfreunde erklärt: „Wir werden uns nicht länger als „klimaneutrales Unternehmen“ bezeichnen, da dieser Begriff nur in Verbindung mit entsprechenden Kompensations-zahlungen verwendet werden darf. Da uns die Wirksamkeit unseres Klimaschutz- Engagements weitaus wichtiger ist als diese Bezeichnung, geben wir sie auf und richten unser Engagement an geeigneteren Projekten aus.“