Von dem allgemeinen Negativtrend im Handel könne sich Online nicht abkoppeln. Die Online-Umsätze seien von Anfang April bis Ende Juni um 12,2% auf 19,17 Mrd. Euro gesunken. Der Sektor Bekleidung musste ein Minus von 14,1% verbuchen. Hochgerechnet auf das gesamte erste Halbjahr liegen die Umsätze sogar rund 13,7% unter dem Vergleichswert von 2022, so der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH) in einer Pressemitteilung. Verglichen mit dem gesamten ersten Halbjahr 2019, also vor Ausbruch der Corona-Pandemie, schlägt weiterhin ein Plus von 14,7% zu Buche, heißt es weiter. „Zum anfänglichen Konsumschock mit Ausbruch des Ukraine-Kriegs ist eine ganze Reihe negativer Wirtschaftsdaten hinzugekommen, die den Negativtrend im Handel verstetigen“, erklärt Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BEVH, die gesamtwirtschaftlichen Ursachen. Auffällig sei, dass mit Beginn der Sommer- und Urlaubszeit im zweiten Quartal die Erholung bei digitalen Dienstleistungen (+8,5% auf 3,6 Mrd. Euro) nachgelassen habe. In diesen Zeitraum würden insbesondere die Reise- und Konzertbuchungen fallen. Der Abwärtstrend gehe durch alle Online-Branchen. Am stärksten verloren hätten die Cluster Unterhaltung mit -14,7%, Einrichtung -14,3% und Bekleidung mit -14,1 %. Die Geschäftserwartungen der Online-Händler seien pessimistisch und würden wenig Hoffnung auf eine Besserung der Geschäftslage im weiteren Jahresverlauf, so der Bundesverband, der von einem Rückgang der Umsätze von mehr als 5% ausgeht.