Er wolle das Potenzial der Marke Birkenstock stärker nutzen, zitiert die FAZ den Birkenstock CEO Oliver Reichert. Auf der Kölner Modemesse (14. bis 20. Januar) stellt das Unternehmen sechs neue Bettenmodelle vor. Seit zwei Jahren präsentiert der Schuhhersteller auch Betten und liege mit dem Absatz 50% über Plan, so Oliver Reichert im Gespräch mit der FAZ. Genaue Stückzahlen nannte er nicht. In 120 Geschäften in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen die zwischen 4.000 und 8.000 Euro teuren Betten zu finden sein. In diesem Jahr sollen weitere Märkte hinzukommen.
Im Frühjahr 2019 steht der Launch einer neuen Naturkosmetiklinie an. Bereits seit einem Jahr sind einige Produkte zur Fuß- und Handpflege auf dem Markt. Folgen soll nun die Erweiterung des Sortiments um Gesichts- und Körperpflege. Er plane, mit diesem Segment in den nächsten zehn Jahren die Größe des heutigen Stammgeschäfts zu erreichen, so Reichert gegenüber der FAZ. Ab Herbst wird der US-amerikanische Kaufhausbetreiber Nordstrom die Produkte in seinen Geschäften anbieten. In Deutschland vertreibt Birkenstock die Kosmetikprodukte in den 30 in Eigenregie geführten Monomarkenstores sowie über den eigenen Onlineshop und Kosmetik- sowie Bioartikelfachhändler.
Weitere Produktwelten will Birkenstock laut dem Artikel derzeit nicht erschließen. Lediglich das Segment Büromöbel komme vorerst in Frage, so der CEO des Unternehmens.
Laut Oliver Reichert war der Schritt seines Unternehmens, die Belieferung an den Onlinehändler Amazon einzustellen, erfolgreich. Die zahl der meist von chinesischen Händlern betriebenen Fake-Shops mit Birkenstock-Plagiaten sei seit dem Ausstieg 2017 rapide gesunken.
Für das am 30. September endende Geschäftsjahr 2018/19 hält Oliver Reichert laut FAZ ein Umsatzplus von bis zu 20% auf 750 bis 800 Mio. Euro für möglich. Rund 90% des Geschäfts finden demnach im Ausland statt.