Der elektronische Datenaustausch (EDI) hält zunehmend Einzug in die Mode-, Schuh- und Lederwarenbranche. Denn obwohl die Zahl der Händler in Deutschland seit Jahren stetig sinke, so der BTE, wächst das Transaktionsvolumen des BTE Clearing-Centers. Aktuell sind fast 1.200 Unternehmen mit ca. 3.600 POS aus dem Textil-, Schuh- und Lederwarenhandel an das BTE-Clearing-Center angeschlossen – vom Monomarken-Store über Platzhirsch-Häuser bis zu größeren Modefilialisten. Im Durchschnitt zahlen die Händler etwa 50 Euro für ihre EDI-Dienstleistung.
Auf Seiten der Industrie sind fast 600 Lieferanten mit rund 1.050 Markenkollektionen angebunden. Jährlich werden ca. 15 Millionen Daten konvertiert. Abgewickelt werden dabei folgende Geschäftsvorgänge: Artikelstammdaten/Preiskataloge (PRICAT), Bestellungen (ORDERS), Bestellbestätigungen (ORDRSP), Lieferscheine (DESADV), Abverkaufsmeldungen (SLSRPT), Lagerbestandsberichte (INVRPT), Rechnungen (INVOIC+eINVOIC), Wareneingangsmeldung (RECADV) und Zahlungsavise (REMADV).
Voraussetzung für die Nutzung des BTE Clearing-Centers ist die Anbindung des verwendeten EDV-Warenwirtschaftssystems. Rund 30 WWA-Systemanbiete des Textil-, Schuh- und Lederwarenhandels verfügen über die BTE-Schnittstelle. Die meisten der angeschlossenen Händler verwenden die Systeme von Fee und Prohandel, auf dem dritten Platz steht Advarics. In der Nutzer-Rangliste folgen dann: Limmersoft, DdD, Futura, Intelligix, Subsidia, HIS-Ariston, IRICS, BSP-BITS, Imperial, Landau, ECC/ETOS und BE-terna. Die Breite der verwendeten WWS-Systeme zeigt auch, wie groß das Spektrum der Clearing-Center-Nutzer mit Blick auf Unternehmensgröße, Lifestyle-Segment und Geschäftsmodell ist.