„Wir haben den Schuh nicht erfunden, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen“, sagt Thomas Cölsch, Marketingleiter bei Caprice. Der Pirmasenser Schuhanbieter sieht sich als eines der modischsten Mehrweitenunternehmen der Branche und will dies besonders in der F/S-Saison 2014 unter Beweis stellen: mit einer Mode- und Informationsoffensive.
’Caprice‘ heißt aus dem Französischen übersetzt ’Eigensinn‘ oder ’Laune‘. Die Philosophie der gleichnamigen Marke hat aber ganz und gar nichts Launenhaftes an sich – im Gegenteil. Vielmehr setzen die Verantwortlichen des Unternehmens auf langfristige Strategien, die mit großer Zielstrebigkeit und Leidenschaft verfolgt werden. Blickt man dann auf Innenleben und Ausstattung von Caprice-Schuhen, stellt man fest, dass sich hier Komfort-Features finden, die bei modischen Brands gemeinhin Seltenheitswert haben. Caprice habe in den zurückliegenden Jahren „Meilensteine gesetzt“, sei Vorreiter bei technischen Innovationen und als solcher auch „Entwicklungsmotor der gesamten Wortmann-Gruppe“, ist Jürgen Cölsch, der das Unternehmen als Geschäftsführer leitet, überzeugt. Begriffe wie ’Walking on air‘, ’Antishokk‘ und ’Superflexible‘ haben bei den Verbraucherinnen inzwischen einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt.
Nach einer kontinuierlichen Weiterentwicklung im Bereich Technik/Innovation und einer für H/W 2012/13 angekündigten Qualitätsoffensive will man jetzt auch modisch die Schlagkraft deutlich erhöhen. Ein Blick auf die ca. 170 Modelle starke Frühjahr/Sommer-Kollektion für 2014 offenbart, was das heißt: Von modischen Pastellen über Braunnuancen bis hin zu leuchtendem Grün und Gelb reicht das Farbspektrum. Die Modellerie beginnt bei femininen Ballerinas und endet bei Sandaletten auf eleganten Heels. Über die deutlich unterstrichene
Mode-Ausrichtung will man die Kundinnen schnell überzeugen. „Das Auge entscheidet als erstes, ob ein Schuh in die engere Wahl kommt oder nicht. Wenn dann die Passform stimmt, ist man fast am Ziel“, so das Erfolgsrezept von Jürgen Cölsch.
Und damit nicht genug: „Unsere neue Kollektion wird die wertigste sein, die es jemals gab“, ergänzt Thomas Cölsch. Ausgebaut wird etwa der Anteil an Hirschleder. Dieses ist seit der F/S 2013-Saison fester Bestandteil der Kollektion. Extrem weich und flexibel und mit guten Klima-Eigenschaften ist Hirschleder ein weiteres Merkmal, mit dem besonders die Wertigkeit unterstrichen werden soll.
„Kopf in der Pfalz, Hände in der Welt“
Ein Großteil des Leders, das zu Caprice-Schuhen verarbeitet wird, kommt aus Italien. Man wolle keine Kompromisse oder gar Zugeständnisse an die Qualität, stellt Jürgen Cölsch klar. Für jede Kollektion würden in Pirmasens die ’Technologie-Pakete‘ geschnürt: Leistenentwicklung, Passform-Details und alle Designs werden aus der Pfalz an die Produktionsstätten weitergeleitet. 50 Caprice-Mitarbeiter kontrollieren von Pirmasens aus und vor Ort den gesamte Herstellungsprozess. Angesichts der besonderen Anforderungen an Komfort und Passform werden Caprice-Schuhe in speziell geeigneten Fertigungsbetrieben hergestellt. „Der Kopf ist hier in Pirmasens, die Hände sind international tätig“, erklärt Thomas Cölsch. Eine umfassende Produktionsverlagerung ’zurück‘ nach Europa steht nicht zur Debatte. „Wir sind der Überzeugung, dass unsere Anforderungen an Qualität und Preis mit einer Konzentration der Produktion in Europa nicht zu erfüllen sind“, erteilt Jürgen Cölsch dieser Idee eine klare Absage. Letztendlich bedeute eine Komplett-Produktion in Europa auch die Produktion im eigenen Werk – und das passe nicht zur Philosophie von Caprice. Nicht auszuschließen sei indes, dass mittelfristig Teile der Kollektion in Europa gefertigt werden – Stichwort Pronta Moda. „Das allerdings wird der Markt entscheiden.“
Den vollständigen Bericht lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 23/2013.