Auch die transportierte Tonnage und die Zahl der Sendungen legten zu. Die Tonnage stieg auf 46,7 Mio. Tonnen, die Sendungszahl auf 86,2 Mio. Vor allem stagnierende europäische Kernmärkte, hoher Kosten- und Wettbewerbsdruck sowie Unsicherheiten im internationalen Handel haben die Entwicklung des Unternehmens geprägt. Wachstumstreiber waren in erster Linie das Landverkehrsgeschäft und die erstmals ganzjährig einbezogenen Zukäufe in Italien, Süddeutschland, Österreich und den nordischen Ländern. Ohne diese Akquisitionen hätte das Umsatzplus bei 0,3 % gelegen.
„Wir mussten 2025 weiterhin in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld agieren. Während europäische Kernmärkte stagnierten und von einem hohen Kosten- und Wettbewerbsdruck gekennzeichnet waren, sorgte die US-Zollpolitik für zusätzliche Unsicherheit im globalen Handel“, erläutert Burkhard Eling, CEO von Dachser.
Im Geschäftsbereich Road Logistics, zu dem Dachser den Transport und die Lagerung von Industrie-, Konsum- und Lebensmittelgütern zählt, erhöhte sich der Umsatz um rund 7 % auf 6,9 Mrd. Euro. Besonders die Business Line European Logistics entwickelte sich positiv und überschritt mit 5,1 Mrd. Euro erstmals die Marke von 5 Mrd. Euro Umsatz. Auch die Lebensmittellogistik legte mit einem Plus von 10,1 % deutlich zu.
Belastet wurde das Jahresergebnis dagegen im Bereich Air & Sea Logistics. Aufgrund rückläufiger Seefrachtraten, insbesondere auf der Route von Asien nach Europa, sowie leicht sinkender Luftfrachtraten sank der Umsatz in diesem Segment um 12,6 % auf rund 1,4 Mrd. Euro.
Weiter gewachsen sei die Kontraktlogistik. An weltweit 174 Warehouse-Standorten schuf das Unternehmen 2025 rund 240.000 zusätzliche Palettenstellplätze und überschritt damit erstmals die Marke von vier Millionen Palettenplätzen. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahresverlauf leicht auf rund 37.500.
Für 2026 kündigt Dachser Investitionen von mehr als 350 Mio. Euro an. Das Unternehmen erwarte weiterhin volatile Marktbedingungen: „Die Kampfhandlungen im Nahen Osten verknappen die Luft- und Seefrachtkapazitäten insbesondere auf der Route von Asien nach Europa. Die hohen Preise für Treibstoff verteuern die Transporte zusätzlich und setzen den europäischen Transportmarkt unter erheblichen Druck“, so Burkhard Eling.