Mit einem neuen Entwicklungsteam arbeitet die Brandt-Gruppe bereits jetzt an einem neuen cloudbasierten System, von dem alle Händler künftig profitieren sollen. Björn Brandt denkt dabei über die reine Warenwirtschaft hinaus: „Unser Ziel ist es, nach dem Vorbild SAP ein System zu schaffen, das den Handel in all seinen Geschäftsprozessen unterstützt, von der Personaleinsatzplanung über die Zentrallager-Logistik und das Rechnungswesen bis hin zur Warenwirtschaft.“ Jedes Software-Feature soll entweder die Geschäftsprozesse des Handels effizienter machen oder seine Verkaufschancen erhöhen, indem etwa Omnichannel besser angebunden wird. Alle Services, die His-, Bits- oder Etos-Kunden jetzt schätzen, werden auch künftig angeboten werden. Niemand müsse auf etwas verzichten, so Brandt. Ziel der BRG sei es, den mittelständischen Handel wettbewerbsfähig zu halten, um auch gegen Big Player, seien sie nun in Essen oder in Seattle, zu bestehen.
Das Feedback aus der Branche sei positiv gewesen, sagt Jörg Frommann. „Viele Händler verstehen, dass Fusionen nicht nur in Handel und Industrie, sondern auch bei ERP-Systemen Sinn ergeben können.“ Auch bei den Mitarbeitenden habe es gute Reaktionen gegeben. Niemand müsse Angst haben, weder um seinen Arbeitsplatz noch um sein Warenwirtschaftssystem. „Es war für uns ein strategischer Schritt, unsere Kundenbasis zu verbreitern“, erklärt Brandt. Etos sei ein funktionierendes System und „für uns als Familienunternehmen ist die Übernahme ein Schritt, um weiter unser Herzblut für die Branche einzubringen.“ Ausdrücklich setze man auf das bestehende Team aus Bergkamen, weil deren Erfahrung unverzichtbar sei. „Wir wollen mit jedem Einzelnen weiterarbeiten. Der Markt ist zwar schwierig, aber unser Ziel ist es, weiter zu wachsen“, so der Unternehmer.