Wie der Schweizer Filialist Walder Social Media nutzt, darüber referierte Geschäftsführer Daniel Walder. Dabei sagt er selbst: „Ich bin persönlich gar nicht so ein großer Fan von Social Media. Aber vielleicht setzen wir es gerade deswegen so gut um.“ Social Media sei ein wichtiger Hebel, um Kundenbindung zu steigern und Verkäufe zu fördern, genau die Herausforderungen, vor denen der Schuhhandel steht. Auf Instagram hat Walder 9.200 Follower, auf Facebook 15.400. Außerdem gibt es einen LinkedIn-Account mit über 300 Followern. Den Erfolg führt Walder auf die strategische Planung zurück. Am Anfang der Social-Media-Strategie standen ein Ziel (Markenimage verjüngen), eine Hauptplattform (Instagram) und eine Strategie (Stimmungsbilder und Storytelling im Vordergrund). Mit einer Ressourcenplanung wird definiert, wie viel Arbeitszeit aufgewendet wird, um die Social-Media-Kanäle zu bespielen. Walder führt einen zentralen Account für das Unternehmen. Damit nicht alle Mitarbeitenden aus den verschiedenen Filialen willkürlich Posts erstellen, stehen für die Content-Erstellung „Social Media Buddys“ im Vordergrund. Das sind Mitarbeitende, die Spaß am Thema haben und sich für ein halbes Jahr dazu verpflichten, ein Reel pro Monat einzureichen. Die Arbeit wird vergütet und ist Teil der Arbeitszeit. Das benötigte Material wird von der Zentralverwaltung zur Verfügung gestellt. Was genau für Inhalte bespielt werden, wird jeweils am Anfang der Saison mit einem Redaktionsplan definiert. „Selbstverständlich kann er verändert werden, wenn kurzfristig etwas passiert, worauf man reagieren kann. Aber grundsätzlich wird der Inhalt im Voraus durchgedacht“, erklärte Walder.
Teil der systematischen Herangehensweise ist auch das Monitoring. Das Marketing-Team analysiert, welche Posts gut ankommen und warum. „Wir prüfen auch, wie oft und zu welcher Tageszeit wir posten sollten. Manche Themen laufen zum Beispiel am Wochenende besser als unter der Woche oder andersherum“, so Walder. Auch die „Spielregeln“, die durch das Unternehmen Meta und den sich immer wieder verändernden Algorithmus vorgegeben werden, sollten regelmäßig beobachtet werden. Wie viel Umsatz der Social-Media-Auftritt dem Unternehmen einspielt, könne nicht abschließend geklärt werden. Wohl aber, welcher Post für Verkäufe gesorgt hat.