Welches Fazit ziehen Sie zum diesjährigen Forum Handel?
Das Forum kam genau zur richtigen Zeit. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, am Ball zu bleiben und Effizienz- wie Umsatzpotenziale aktiv zu nutzen. Gut informiert zu sein, ist aktuell unglaublich wertvoll. Und daher hatten wir viele branchenspezifische Themen auf der Agenda. Aber es war uns auch ein allgemeines Anliegen, den Blick für die Zukunft frei zu machen – mit dem Abschluss zum Thema Mut.
Das Forum ist ein niedrigschwelliges Angebot für Händler, um sich über neue Entwicklungen und Dienstleistungen zu informieren. Sind Sie mit der Resonanz zufrieden?
Bei einem Angebot wie diesem kann die Teilnahme nie groß genug sein. Die Themen kommen aus unterschiedlichen Richtungen und setzen auf verschiedenen Ebenen Impulse. Ich bin überzeugt, dass dieser Mix für jede Unternehmensgröße etwas bereithält. Und genau das ist ja das Schöne an unserem Event: Man kann den ganzen Abend dabei bleiben oder sich gezielt die Themen herauspicken, die einen besonders interessieren. Mehr Teilnahme? Sehr gerne. Gleichzeitig bewegen wir uns weiterhin auf einem hohen Niveau von über 300 Zuschauerinnen und Zuschauern – ein klares Signal dafür, dass unsere Impulse gewünscht sind und wahrgenommen werden.
Was sind die größten Sorgen, die Händler Ihnen derzeit mit Blick auf KI und digitale Tools zurückmelden?
Natürlich begegnet uns der eine oder andere Vorbehalt seitens der Händlerinnen und Händler. Der erste Impuls ist häufig, das Thema KI als sehr technisch und kompliziert einzuordnen – was absolut verständlich ist, wenn man quasi bei null startet. Auch die Frage, mit welchem der vielen Themen man anfangen soll, kann schnell zu einer gewissen Überforderung führen. Hinzu kommen Datenschutzbedenken und für manche wirkt es anfangs auch ein bisschen gruselig, was KI alles weiß und kann. Gleichzeitig merken wir aber sehr deutlich, dass sich die Stimmung verändert: Die Chancen werden zunehmend erkannt – und vor allem auch ergriffen.
Welche Rolle spielt die Nutzung von KI beim SABU?
In unserer Zentrale gehört KI in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Digital Consulting zum Alltag. Auch für unser SABU BI spielt die Nutzung von KI eine Rolle.
Wie gelingt es Ihnen, das Thema KI für Händler greifbar zu machen und Hemmschwellen abzubauen?
Veranstaltungen wie das Forum Handel sind für uns ein ganz zentraler Baustein, um Wissen zu teilen und miteinander in den Austausch zu kommen. Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass es genauso wichtig ist, die Mehrwerte und den praktischen Nutzen von KI erlebbar zu machen. Deshalb setzen wir zusätzlich auf interaktive Formate rund um KI und Marketing. Auf der SABU-Messe haben wir zum Beispiel Live-Workshops zu Tools wie Chat GPT angeboten – und die Resonanz war überaus positiv. Man spürte: Durch diese praxisnahe Herangehensweise entsteht ein ganz anderes Verständnis für KI und vor allem auch Lust, damit zu arbeiten.
Werden neue Sortimentsbereiche neben Schuhen für SABU-Händler wichtiger?
Auch hierzu hatten wir beim Forum Handel einen sehr spannenden Talk. Aus meiner Sicht wird Cross-Selling künftig noch deutlich wichtiger. Zusätzliche Sortimentsbereiche – etwa Mode, Accessoires oder Living – machen den Einkauf nicht nur erlebnisreicher und abwechslungsreicher, sondern auch komfortabler für Kundinnen und Kunden. Besonders in Regionen, in denen es vor Ort keinen zweiten Modehändler gibt, entsteht hier ein enormes Potenzial. Für den Handel selbst ist das Thema hoch relevant, weil sich durch passende Ergänzungsartikel direkt am Point of Sale der Durchschnittsbon und die Teile pro Bon spürbar steigern lassen. Cross-Selling bietet also einen klaren Mehrwert für beide Seiten.