Am 20. Juni hat das Amtsgericht Uelzen das Insolvenzverfahren der Deerberg GmbH, Omnichannel-Händler mit acht Geschäften in Norddeutschland und einem Online-Shop, eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Friedrich Kraft von Kaltenborn-Stachau aus Hamburg berufen worden.
Bei ihm handele es sich um einen Restrukturierungsexperten, wie Deerberg gegenüber schuhkurier erklärt, der bei einer geordneten Sanierung helfen soll. Die wirtschaftliche Lage sei aufgrund der Konsumzurückhaltung und den Folgen von Pandemie und Ukraine-Krieg beeinträchtigt, das betreffe auch Deerberg. Daher sei die erneute Restrukturierung notwendig, auch wenn sich das Unternehmen erst 2020 neu strukturiert hat.
Die Gehälter der rund 270 Mitarbeitenden sind laut Deerberg für die nächsten Monate sicher. Auch sonst soll das Geschäft wie gewohnt weiterlaufen. Alle Geschäfte und der Online-Shop bleiben geöffnet. Deerberg erklärt, bereits mit potenziellen Investoren in Kontakt zu stehen. Der Insolvenzverwalter Friedrich Kraft von Kaltenborn-Stachau dazu: „Der vorinsolvenzlich eingeleitete Investorenprozess soll fortgesetzt werden. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung bemühe ich mich um eine zügige Lösung zur Sanierung des Traditionsunternehmens Deerberg.“