Deichmann hat das Jahr 2023 mit einem Bruttoumsatz von 8,7 Mrd. Euro und einem Nettoumsatz vom 7,4 Mrd. Euro abgeschlossen. Das währungsbereinigte Umsatzplus liegt bei etwas über 7%. In den Deichmann-Filialen und Deichmann-Online-Shops wurden weltweit 184 Mio. Paar Schuhe verkauft, 1,4% mehr als 2022. Zum Jahresende wurden rund 4.700 Filialen betrieben und 49.000 Menschen beschäftigt. Ende 2022 waren es 4.600 Filialen und 48.000 Mitarbeitende. „Auch flächenbereinigt, also in unseren bestehenden Filialen, konnten wir den Umsatz um 5% erhöhen. Das ist eine hervorragende Leistung, die wir mit unseren großartigen Teams im Verkauf, in der Logistik und in den Verwaltungen gemeinsam international erreicht haben“, führt Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Deichmann-Verwaltungsrates, aus.
Im deutschen Markt wuchs der Umsatz um rund 9% von 2,5 Mrd. Euro auf 2,8 Mrd. Euro Brutto bzw. 2,3 Mrd. Euro Netto. Das flächenbereinigte Wachstum betrug 9%. In Deutschland wurden in rund 1.400 Filialen und dem Online-Shop 70 Mio. Paar Schuhe verkauft, 3% mehr als im Vorjahr. Die Mitarbeitendenzahl in Deutschland ist von 16.400 auf 17.000 gestiegen.
Den Erfolg erklärt Deichmann aber nicht nur mit der erhöhten Paarzahl, sondern auch mit dem erhöhten Durchschnittspreis, da höherpreisige Marken wie New Balance oder Rieker ins Sortiment genommen wurden. Außerdem verweist Deichmann auf die hohe Kundenzufriedenheit und das Image als Preis-Leistungs-Vorreiter, wie Heinrich Deichmann ausführt: „Wir haben die klare Positionierung, mit unserer großen Auswahl an Schuhen für die ganze Familie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt zu bieten. Das ist auch oder gerade in Krisenzeiten für die Kundinnen und Kunden attraktiv.“ Im Preis-Leistungs-Ranking 2023 des Meinungsforschungsinstitut Yougov belegt Deichmann unter den Modehändlern den ersten Platz.
68% des Umsatzes wurden international umgesetzt, stark expandiert hat das Unternehmen in Italien (18 neue Stores), in Polen (zwölf neue Stores) und dem Vereinigten Königreich (acht neue Stores). In den USA gab es aufgrund der Inflation und hoher Zinsen eine gebremste Entwicklung, die sich auch auf das amerikanische Deichmann-Konzept Rack Room Stores auswirkte. Das Streetwear-Konzept Snipes konnte international 1,8 Mrd. Euro umsetzen. Die Konzepte Myshoes und Onygo werden wie angekündigt 2024 geschlossen, da sie sich als nicht wirtschaftlich erwiesen haben. Die Myshoes-Filialen in Deutschland und Österreich werden bis Ende des Jahres geschlossen. 19 Onygo-Filialen werden an den Ex-Görtz-CEO Frank Revermann verkauft, die übrigen neun Filialen werden bis Ende August geschlossen.
2024 feiert Deichmann seinen 111. Geburtstag. Das hat das Unternehmen als Anlass genommen, seine Investitionen für die Zukunft gebündelt zu kommunizieren. Rund 374 Mio. Euro will Deichmann dieses Jahr in ein modernes Filialnetz, die IT und die Logistik investieren. Deichmann hat ein neues Store-Konzept mit moderner Optik, viel Platz und einem großen Sportartikelbereich konzipiert. Gruppenweit sollen 450 Läden mit diesem Konzept neu- oder umgebaut werden, davon 120 in Deutschland. Außerdem soll bis 2025 der neue Deichmann-Campus am Unternehmenssitz in Essen fertiggestellt werden. Gemeinsam mit dem Franchise-Partner Azadea werden dieses Jahr die ersten Deichmann-Filialen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Kenia und der Elfenbeinküste eröffnet.