Preis spielt untergeordnete Rolle
Auf die Frage, welche Aspekte bei Barfußschuhen besonders wichtig sind, antworteten die meisten, dass ihnen ein Mehr an Komfort und Bewegungsfreiheit für die Zehen (89,1 %) sowie die natürliche Fußbewegung und Fußentwicklung (88,0 %) besonders wichtig seien. Ein Aspekt, der sonst in allen Märkten und Produktgruppen zu den wichtigsten gehört, spielt hier jedoch nur eine untergeordnete Rolle, erläuterte Hanke: „Normalerweise gehört das Preis-Leistungs-Verhältnis zu den wichtigsten Faktoren. In der Umfrage spielt das mit 16,6 % nur eine untergeordnete Rolle. Man ist offensichtlich bereit, für einen Barfußschuh auch mehr zu zahlen.“ Schließlich werden Barfußschuhe auch fast täglich getragen. 87,5 % der Befragten gaben an, ihre Barfußschuhe jeden Tag zu nutzen. Weitere 11,3 % tragen sie mehrmals pro Woche, nur rund 1 % seltener oder überhaupt nicht mehr. Da ist es nur folgerichtig, dass alle Befragten angaben, ihre Barfußschuhe im Alltag zu tragen. Nur rund die Hälfte (50,9 %) nutzt sie beim Sport. „Da wird anscheinend doch häufiger zum konventionellen Sportschuh gegriffen. Ich glaube, dass noch Bewegung in dem Bereich stattfinden kann“, deutet Hanke. Eine Erkenntnis zieht sich durch alle Fragestellungen: Die Unterschiede zwischen den Siedlungstypologien waren jeweils minimal. „Die Ergebnisse sind immer recht ähnlich. Es handelt sich also weder um ein Land- noch um ein Stadtphänomen.“
Mit der Umfrage wolle Marketmedia24 erste Erkenntnisse in dem Segment sammeln. Jürgen Hanke erklärte, dass es damit jedoch nicht enden solle: „Wir haben bereits erste Gespräche mit Marken geführt und wollen in einer ausführlicheren Studie den Gesamtmarkt betrachten. Wir wollen das Potenzial eruieren, wo der Markt hingehen kann. Und wir wollen Nicht-Barfußschuhträger befragen, um herauszufinden, wie man sie dazu bringen kann, Barfußschuhe auszuprobieren.“ Auf der Messe wurde über die mögliche Zukunft und das Potenzial des Segments diskutiert. „Wir wollen die Diskussion auf eine stabile Datenbasis bringen“, erhofft sich Hanke von der künftigen Forschung.