Das Konsumklima in Deutschland ist im Aufwind. Das geht aus den aktuellen Umfragewerten der Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) und dem Nürnberger Institut für Marktentscheidungen (NIM) hervor. Laut dem Gfk Konsumklima sind es vor allem die Konjunkturerwartungen sowie die Anschaffungsneigung, die das Klima steigen lassen. „Die Aufhellung des Konsumklimas im Juli ist in erster Linie auf die gestiegene Einkommenserwartung der Deutschen zurückzuführen“, sagt Rolf Bürkl, Konsumexperte bei NIM. „Aber mit großer Wahrscheinlichkeit spielt hier auch die EM-Euphorie, die die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland in vielen Teilen der Bevölkerung ausgelöst hat, eine Rolle.“ Es bleibe allerdings abzuwarten, ob es sich hierbei um eine nachhaltige Erholung handle, oder nur ein kurzes Aufflackern. „Sollte Letzteres der Fall sein, wird der Weg aus dem Konsumtief lang und mühsam. Denn für eine nachhaltige Besserung der Konsumstimmung ist es notwendig, dass – neben den derzeitigen realen Einkommenszuwächsen – auch die Planungssicherheit für die Verbraucher zurückkehrt, die vor allem für größere Anschaffungen der Haushalte essenziell ist.“
In Zahlen ausgedrückt: Die Einkommenswartung für die kommenden 12 Monate stieg um ganze 11,5 Indexzähler und befindet sich damit bei einem Wert von 19,7 Punkten. Im Vorjahresvergleich liegt das Plus sogar bei 25 Punkten. Vor allem der leichte Rückgang der Inflation sowie die spürbar gestiegenen Löhne, Gehälter und Renten sorgen für diesen Einkommensoptimismus. Die Anschaffungsneigung legt im Juli ebenfalls moderat um 4,6 Punkte zu. Hier liegt der Wert nun bei -8,4 Zählern. Hier liegt der Wert nach wie vor unter dem Vor-Pandemie-Ergebnis.