Export: „Erholung nimmt Fahrt auf“
Auch beim Export wurden gute Zuwächse erzielt. Im vergangenen Jahr wurden Schuhe im Gesamtwert von 9,6 Mrd. Euro aus Deutschland ausgeführt. Ein Jahr zuvor waren es 8,04 Mrd. Euro gewesen (+19,4%). „Besonders deutlich war die Entwicklung im zweiten Halbjahr, da hat man gemerkt, dass die Erholung an Fahrt aufnimmt“, so Junkert. Im ersten Halbjahr waren 175,2 Mio. Paar Schuhe mit einem Gesamtwert von 4,2 Mrd. Euro ausgeführt – im zweiten Halbjahr waren es bereits 225,75 Mio. Paar im Wert von 5,4 Mrd. Euro. Die zwei Top-Länder des Exports sind Frankreich (mehr als 1 Mio. Euro) und Polen (1,3 Mrd. Euro). „Die beiden Länder waren schon in den zurückliegenden Jahren wichtig. Die EU ist seit vielen Jahren der Wirtschaftsraum, der am wichtigsten ist für den deutschen Export. Zwei Drittel bis drei Viertel des deutschen Exports gehen in diesen Bereich“, so Junkert. Der Brexit hingegen wirke sich aus. Die Einfuhren aus dem Vereinigten Königreich lagen 2021 noch bei 37 Mio. gelegen, ein Jahr später waren es nur noch 20 Mio. Euro.
Der Ausblick des HDS/L ist von Zuversicht geprägt. Dennoch ist eine gewisse Spannung zu spüren. „Die Saison sei nicht einfach. Es ist viel Ware im Markt, und die muss erst einmal abverkauft werden.“ Zugleich gebe es einige Probleme im Handel. „Es ist eine ambitionierte und herausfordernde Saison“, so Junkert. Die Industrie benötige dringend Entlastungen und setze sich für mehr Freihandel und den Abbau von Zöllen ein. Vor allem Abkommen mit asiatischen Ländern seien wichtig.