Der Erfolg einer Therapie hängt bekanntlich maßgeblich davon ab, ob das Hilfsmittel auch genutzt wird. Das ist Sarah Schubert, Geschäftsführerin von Florett, bewusst: „Es braucht einen Schuh, den die Menschen mögen. Denn wenn der Schuh nicht akzeptiert wird und am Ende zu Hause im Schrank liegt, haben wir unser Ziel verfehlt.“ Aus dem Grund hat Florett mit seiner Marke Varomed eine neue Diabetikerlinie entwickelt, die ab dieser Saison im Freiverkauf erhältlich ist; die Beantragung der Hilfsmittelnummer läuft. Optisch setzt Varomed bei den Modellen „Düsseldorf“, „Deggendorf“ und „Dortmund“ auf den Look von modernen Sneakern. „Unsere Schuhe sind keine klassischen Sneaker im herkömmlichen Sinne, sondern eher sportlichere Halbschuhe. Sie wirken modischer, ohne dass ihre Funktion und Wirksamkeit eingeschränkt werden“, erklärt Schubert.
Damit wolle das Unternehmen auch jüngere Patientinnen und Patienten ansprechen. „Diabetes ist eine Zivilisationskrankheit, die in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen betrifft“, so Schubert. Und weiter: „Auch jüngere Menschen entwickeln immer häufiger ein diabetisches Fußsyndrom und sind auf Hilfsmittel angewiesen. Für sie haben wir einen Schuh entwickelt, der einerseits hilft, aber andererseits kein Aushängeschild für ihre Erkrankung darstellt.“ Wichtig sei dabei die besonders feste Sohle, so Schubert. „Auf Messen sehen wir häufig, dass Orthopädieschuhtechniker unsere Modelle in die Hand nehmen und die Sohle prüfen. Ein routinierter Handgriff, um die notwendige Stabilität und Versteifung zu kontrollieren – denn gerade bei Diabetiker-Schutzschuhen ist eine versteifte Sohle zwingend vorgeschrieben. Wir achten darauf, diese Vorgaben konsequent einzuhalten, und sehen darin einen wichtigen Bestandteil unserer Kompetenz. Materialeinsparungen, die die Funktion beeinträchtigen könnten, kommen für uns daher nicht infrage.“