Und daher mache man im Modehaus Müller-Ditschler nicht nur die Kunden, sondern auch die Mitarbeitenden zu Fans. „Im Zeitalter des Digitalen und des Homeoffice bin ich der Überzeugung, dass die Menschen in die Städte kommen, weil sie es schön haben und soziale Kontakte haben wollen. Und das tun sie sehr gern bei uns“, so Kolb. Das gesamte Team habe daher nach der Pandemie beschlossen: Diese Zeit ist jetzt vorbei und nun müssen wir uns um unsere Kundenbeziehungen kümmern und zeigen, was wir haben und können. Dazu gehöre hohes Engagement im Bereich Social Media, Werbung unter anderem durch Prospekte, bei denen auch Mitarbeitende gern mitwirken, und Kompetenz im Beratungsgespräch. Dafür, ist die Händlerin überzeugt, nähmen Kundinnen und Kunden auch längere Anfahrtswege in Kauf. Als Hauptaufgabe im Hinblick auf ihr Team sieht die Händlerin die ausreichende Kommunikation und Information, damit alle im Bilde sind. Und auch Schulungen seien wesentlich für den gemeinsamen Erfolg. Darüber hinaus lege sie in ihren Häusern größten Wert auf die Details, sagt Kolb. Das empfänden die Mitarbeitenden manchmal als anstrengend, es sei jedoch alternativlos: „Ich glaube, dass wir heute mit viel Liebe zum Detail unterwegs sein müssen“, so die Unternehmerin.
Einen Tipp hat Kolb noch für andere Händlerinnen und Händler: „Get the right people on the bus.“ Sie habe sich vorgenommen, trotz Personalmangel „nicht jeden aus Verzweiflung“ zu nehmen. Vielmehr werde genau geschaut, wer ins Team passt, Verkaufstalent mitbringe und die richtige Haltung zum Kunden habe. „Das ist entscheidend, denn es ist unser Erfolgsfaktor. Alles andere können wir den Leuten beibringen.“