2023 wurde im E-Commerce in Deutschland deutlich weniger Umsatz generiert. Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8% auf 79,7 Mrd. Euro. Im Vorjahr lag er bei 90,4 Mrd. Euro. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apotheken-Umsätze) ging vergangenes Jahr voraussichtlich auf 10,2% zurück (2022: 11,8%). Im Cluster Bekleidung ging der Umsatz von 21,3 Mrd. auf 18,5 Mrd. Euro um 13,3% zurück. Weiter heruntergebrochen sank der Umsatz bei Mode um 13% von 16,8 Mrd. auf 14,6 Mrd. Euro und bei Schuhen sogar um 14,1% von 4,5 Mrd. auf 3,9 Mrd. Euro. Dennoch geht der BEVH davon aus, dass die Talsohle damit erreicht ist. „Das vierte Quartal 2023 war mit einem Rückgang von 7,1% das erste Quartal mit einem nur einstelligen Minus seit Frühsommer 2022 und weist für die Zukunft auf eine Stabilisierung der Umsätze hin. Im vergangenen Jahr wirkte sich aus, dass der Onlinehandel in Warengruppen wie Bekleidung und Unterhaltungsartikel stark ist, in denen die deutschen Konsumenten besonders gespart haben“, äußert sich BEVH-Präsident Gero Furchheim hoffnungsvoll.
Mit Blick auf die verschiedenen Anbieter lief das Geschäft 2023 bei den D2C-Händlern am stabilsten. Zwar gingen die Umsätze vergangenes Jahr um 11,1% zurück, sie liegen aktuell aber 62% über dem Wert vor Ausbruch der Pandemie im Jahr 2019. Der Umsatz der Marktplätze liegt 8,5% unter dem Vorjahr und 19% über dem Ergebnis vor Pandemieausbruch. Online-Händler haben 14,7% weniger als im Vorjahr und 7% mehr als vor der Pandemie umgesetzt. Am deutlichsten fielen die Umsatzrückgänge mit 18,1% im Multichannel-Handel aus. Bei ihnen machte sich bemerkbar, dass die Kundinnen und Kunden wieder vermehrt stationäre Anlaufstellen nutzten.