In 12 der 19 Warengruppen wurden im zweiten Quartal wachsende Umsätze gemessen. Im Cluster Bekleidung wurden 4,419 Mrd. Euro umgesetzt, das ist ein Plus von 2,9% zum Vorjahresquartal. Im darin enthaltenen Schuhsegment gab es ein Plus von 2,7% auf 1,012 Mrd. Euro, im reinen Bekleidungssegment eines von 2,7% auf 3,408 Mrd. Euro. „Wir sehen die Anfänge einer Normalisierung am Markt. Die Einkommen haben die Teuerung der vergangenen Jahre – seit 2019 etwa 20% – nicht nur überkompensiert, sondern treffen nun auf eine deutlich geringere Inflationsquote”, ordnet Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BEVH, die Ergebnisse ein. „Für ein Ende der Konsumkrise ist es aber zu früh, da bereits die nächsten Unsicherheitsfaktoren warteten. Ob in Deutschland, Europa insgesamt oder den USA: Überall sehen wir politische Destabilisierung und geopolitische Konflikte, die eine Rückkehr zum Wachstum ausbremsen können. Dazu kommen nun Berichte über zahlreiche Insolvenzen, die die Menschen eher zum Sparen treiben.“
In einer Befragung des BEVH hätten 42% der Marktteilnehmer angegeben, dass mögliches Wachstum durch deutsche und europäische Regulierungsmaßnahmen gefährdet seien. 13% sehen einen negativen Einfluss asiatischer Plattformen auf ihr Geschäft, jedoch stimmten 54,2% der Aussage zu, dass die mangelnde Durchsetzung von EU-Recht gegenüber Anbietern aus Drittstaaten ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.