Die drei am häufigsten von Händlern angebotenen Zahlungsverfahren sind laut der aktuellen Studie von ECC Köln Vorkasse gefolgt von PayPal und Rechnungskauf. Die Händler nähern sich damit den Wünschen der Konsumenten an. Denn: Auch wenn der Rechnungskauf zuletzt in der Gunst der Konsumenten verlor, bleibt er für Online-Shopper das Lieblingszahlungsverfahren, gefolgt von PayPal und Lastschrift.
Aus Händlersicht bietet der Rechnungskauf jedoch Risiken in Bezug auf Zahlungssicherheit und Betrug. Die Händler befinden sich in einem Dilemma: Sie wünschen sich einerseits Zahlungssicherheit und möchten andererseits den Kundenwünschen entgegenkommen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und ein kundenorientieres Angebot an Zahlungsmitteln anzubieten, sollten Händler jedoch in den „sauren Apfel“ beißen und Online-Shoppern deren favorisierte Zahlungsverfahren zur Verfügung stellen, berichten die Marktforscher von ECC.
Payment Service Provider: Zwei Drittel der Händler können sich den Einsatz vorstellen
Neben Dienstleistern, die Rechnung, Lastschrift und Ratenkauf absichern, gibt es auch Payment Service Provider (PSP) oder Anbieter, die vorgefertigte Bezahllösungen bereitstellen. PSP helfen Shop-Betreibern bei der Anbindung von unterschiedlichen Zahlungsverfahren und übernehmen darüber hinaus weitere Dienstleistungen wie Risikomanagement und Inkasso. Die Relevanz von PSP zeigt sich daran, dass bereits knapp ein Drittel der befragten Händler mit einem PSP zusammenarbeitet und dass insgesamt 64% der Händler der Nutzung eines PSP grundsätzlich offen gegenüberstehen. Besonders hoch ist das Interesse bei Händlern mit einer E-Commerce-Erfahrung von weniger als fünf Jahren – gerade für diese E-Commerce-Neulinge können PSP zusätzliches Know-how liefern, um komplexe Prozesse in der Zahlungsabwicklung zu bewältigen.
Aus Händlersicht ergeben sich aus Sicht des Marktforschungsunternehmen ECC zahlreiche Vorteile aus der Zusammenarbeit mit einem PSP. An erster Stelle steht für die befragten Händler der geringe Aufwand für die Integration unterschiedlicher Zahlungsverfahren. Dies ist gerade vor dem Hintergrund spannend, dass Onlinehändler neue Zahlungsverfahren im Auge behalten und diese auch testen sollten, wenn sie zur eigenen Zielgruppe passen, um den sich häufig schnell wandelnden Konsumentenwünschen gerecht zu werden. Auf Platz zwei und drei der PSP-Vorteile aus Händlersicht folgen die Erhöhung der Kundenzufriedenheit und die Reduktion von Kaufabbrüchen. Platz vier belegt die Minimierung von Zahlungsausfällen, welche für knapp die Hälfte der befragten Händler ein Argument für die Zusammenarbeit mit einem PSP ist.