Kontinuität im Fokus
Für Handel und Industrie und auch für die Mitarbeitenden soll vor allem Kontinuität gewährleistet sein: Ansprechpartner, Verträge und Systeme werden beibehalten. Gleichzeitig eröffnet der Zusammenschluss neue Potenziale – durch ein erweitertes Datenangebot, zusätzliche Markenanbindungen und vor allem durch eine konsolidierte technologische Basis. Die Betreuung erfolgt weiterhin differenziert: Schuhkunden werden aus Deutschland unterstützt, Sportkunden aus Österreich.
Was bedeutet das konkret für einen Schuhhändler? Er hat über den Zusammenschluss künftig Zugriff auf die Datencommunity Sport. Zuvor bestand über das ECC lediglich die Möglichkeit des Zugriffs auf wenige Marken, darunter Puma und Lowa. Zwar arbeitete das ECC bereits mit über 200 Sportmarken zusammen, aber lediglich als technischer Dienstleister für die Sport 2000. Mit dem Zusammenschluss sollen nun beide Welten zusammenwachsen – „und einem Schuhhändler, unabhängig von einer Verbands-Mitgliedschaft, stehen damit Sportdaten zur Verfügung“, so Stefan Nicolai. „Wir bringen unsere Erfahrung, Nähe und Serviceorientierung ein und entwickeln gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden aus Handel und Industrie die Lösungen der Zukunft“, erklärt Christian Kreuzer, Prokurist und Business Unit-Leiter Sport der ECC Sports GmbH. Entstehen sollen zwei Business Units, eine für Schuhe und eine für Sport. Dahinter werden die Communitys aufgebaut, aktuell mit Händlern aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Benelux, Norwegen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei.
Die Umsetzung des Zusammenschlusses erfolgt schrittweise. Das gemeinsame System wird kontinuierlich ausgebaut. Der Schritt zahlt auf das Ziel ein, die Rolle des ECC als branchenneutrale Plattform für Schuhe, Sport, Bike und Lederwaren zu stärken. Ausdrücklich soll auch ein europäischer Gedanke verfolgt werden, indem künftig weitere Märkte erschlossen werden können.
Nun wird es darauf ankommen, das Vorhaben in die Branchen zu kommunizieren. Das wollen Nicolai und Kreuzer in den kommenden Wochen intensiv tun. „Es gilt, jedem Händler und Industriepartner zu vermitteln, welchen Gewinn ein effizienter Datenaustausch mit sich bringt“, ist Kreuzer überzeugt. Und Stefan Nicolai fügt hinzu: „Das machen wir persönlich. Wir sind da und zeigen Gesicht. Wir sind da, wo unsere Kunden sind und helfen auch in komplizierteren Situationen.“ Interessierte Händler können sich beim ECC melden. „Wir sind kein investorengetriebenes Business“, betont der ECC-Geschäftsführer. „Uns geht es darum, berechenbar zu bleiben und Kontinuität zu zeigen.“ Weitere Händler und Organisationen seien ausdrücklich eingeladen, mitzumachen.