Eine möglichst große Auswahl an Zahlungsverfahren – diesem Mittel gegen Kaufabbrüche im Check-out-Prozess scheinen Online-Händler laut ECC-Studie abgeschworen zu haben. Nachdem Shop-Betreiber ihr Portfolio an Zahlungsverfahren seit 2003 kontinuierlich, auf zuletzt durchschnittlich 5,5 Payment-Optionen, ausgebaut haben, wird das Angebot an Bezahlmethoden kleiner. Die Ergebnisse der aktuellen Studie „Payment im E-Commerce Vol. 19“ des ECC Köln und der Hochschule zeigen den Beginn einer Konsolidierung.
Rechnung und Kreditkarte bei höheren Beträgen besonders beliebt
Laut ECC-Studie können insbesondere vier Zahlungsmethoden bei den Konsumenten punkten: Paypal und Rechnung werden jeweils bei knapp 24% aller Online-Käufe genutzt, gefolgt von Lastschrift (22%) und der Kreditkarte (17%. Der Blick auf das Ausgabenvolumen zeigt, dass dabei höhere Beträge eher per Rechnung oder Kreditkarte beglichen werden. Rund die Hälfte der Ausgaben entfällt entsprechend den Studienergebnissen damit auf die schon lange etablierten Zahlarten. Rund ein Drittel der Gesamtausgaben verteilt sich auf die Lastschrift und PayPal. Damit werden rund 80% der Onlineumsätze über diese vier Zahlungsverfahren abgewickelt. Bereits auf Platz fünf folgt die Sofort Überweisung mit einem Anteil von 6% an den Online-Ausgaben der Konsumenten.
„Gerade bei höheren Beträgen haben Konsumenten ein besonderes Sicherheitsbedürfnis. Anbieter mit einem Sortiment im gehobenen Preissegment sollten daher die Rechnung in ihrem Zahlungsportfolio haben. Um das in diesem Fall unter Umständen höhere Zahlungsausfallrisiko abzufangen, kann auch die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister in Betracht gezogen werden“, so Prof. Dr. Malte Krüger von der Hochschule Aschaffenburg.