Die Studie "Mobile Web Commerce Benchmark" des ECC Köln und der Agentur Anstrengungslos hat gezeigt, dass nur drei der insgesamt untersuchten mobilen Auftritte – die Shops von Baur, Zalando und H&M – in der Geräteklasse "Smartphone" eine zufriedenstellende Beurteilung erzielt haben. Zu typischen Problemen zählen laut Studie zu kleine, zu dicht platzierte Bedienelemente, unzureichende oder abgeschnittene Produktinformationen oder Warenkörbe, die nicht geräteübergreifend genutzt werden können. Will der Kunde Servicefunktionen wie die Kontaktdatenpflege oder die Sendungsauskunft nutzen, ist dies häufig nur rudimentär umgesetzt oder lediglich auf der Desktop-Website möglich.
Mobiler Einkaufsfrust mit wenigen Glanzpunkten
Für die Tablet-Nutzung optimierte Online-Shops sind nach den Ergebnisse der Benchmark-Studie noch selten. Nur H&M und Baur können mit erheblich optimierten Auftritten aufwarten. Die Webshops von Tchibo und Esprit erreichen durch Ausspielen des Smartphone-Auftritts immerhin eine annehmbare Usability auf kleinen Tablets. "Viele große Online-Händler arbeiten im mobilen Web noch immer an der Pflicht", erklärt Hans-Joachim Pelz, Inhaber der Agentur Anstrengungslos.
"Differenzierungsthemen wie Inspiration, Produktberatung und Service finden kaum statt. Die fehlende Unterstützung für kleine Tablets schließt eine wachsende Nutzergruppe vom frustfreien Mobile Shopping aus. Dabei wird mobiles Shop-Design in Zukunft zur Kernkompetenz. Online-Händler sollten sich jetzt darauf einstellen", erklärt Belz weiter.