Javier Goyeneche, Gründer von Ecoalf, ruft zur Änderung der eigenen Gewohnheiten auf. (Foto: Ecoalf)
Nachdem bereits über die Boykott-Aktionen von Haglöfs und Oy berichtet wurde, kündigte nun auch Modeunternehmen Ecoalf eine Protestbewegung an. „0% Rabatt um ihre Gewohnheit zu beseitigen“, heißt es auf der Webseite. Denn seit 1996 sei die Menge der in der EU gekauften Kleidung pro Person um 40% gestiegen. Das liege unter anderem daran, dass Fast Fashion-Artikel zum Teil weniger als fünfmal getragen und nach knapp einem Monat bereits entsorgt werden, heißt es von Ecoalf.
Die jährliche Rabattschlacht würde auch den Werten des Unternehmens widersprechen, weshalb man sich die Tage zum Anlass nimmt, auf die Auswirkungen von Impulskäufen und Fast Fashion aufmerksam zu machen. Für die Aktion schließt man sich auch mit Poetry-Slammer Tomfoolery zusammen und ruft die eigene Community auf, ihre Tipps gegen schnellen Konsum am Black Friday zu teilen. „Wir wissen, dass wir mit unserer Haltung zu Fast Fashion nicht allein dastehen“, heißt es von Gründer Javier Goyeneche. Aber man müsse mit mehr Menschen und Projekten zusammenarbeiten, um die Auswirkungen einzudämmen. Darüber hinaus startet im anstehenden Frühjahr ein neuer Second-Have-Service bei Ecoalf. Mit Re-Sell haben Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, ihre Ecoalf-Kleidung zurückzugeben, damit sie über Re-Sell erneut verkauft werden kann. So soll der Lebenszyklus der Kleidungsstücke verlängert und die Auswirkungen auf die Umwelt reduziert werden. „Gemeinsam können wir unseren Gewohnheiten entsagen und unseren Planeten schützen“, so Goyeneche.