Wie wollen Sie das erreichen?
Unser Ziel ist es, zusammen mit dem BTE die Pressearbeit auch in Richtung Publikumsmedien auszuweiten. Auch in Tageszeitungen und Zeitschriften, die man am Kiosk kaufen kann, soll über dieses Segment berichtet werden. Es ist zweifellos im Sinne von Industrie und Handel, dass dieses Segment immer bekannter und beliebter wird. Darum sehen wir unsere Pressearbeit auch als Verkaufsförderung.
Es könnte sein, dass Konsumenten auf der Messe enttäuscht sind, wenn sie keine Schuhe vor Ort kaufen können.
Das stimmt, aber wir können nicht allen Herren dienen. Bei der letzten Messe waren an zwei Verbrauchertagen 2.000 Konsumentinnen und Konsumenten da – jeder hat zehn Euro Eintrittsgeld gezahlt. Darauf werden wir wahrscheinlich in Zukunft verzichten müssen. Das machen wir aber bewusst, denn die Messe Offenbach steht für Fachbesucherveranstaltungen. Und wir wollen keinen Unmut beim Handel erzeugen.
Was wird es neben dem Rahmenprogramm auf der zweiten Barefoot geben?
Am ersten Abend wird es wieder eine große Party geben, zu der die Messe Offenbach alle einlädt.
Das Segment wächst, immer mehr Unternehmen der Industrie befassen sich damit. Umso wichtiger ist die fachliche Kuratierung durch die Messe. Bleibt es dabei?
Unbedingt: Wir wollen die glasklar positionierte Messe in diesem Segment sein. Natürlich könnte man das Angebot ausbauen und hätte dann vielleicht 150 Aussteller – aber die Glaubwürdigkeit wäre weg. Das passiert Messen immer wieder, wenn sie versuchen, auf allen Hochzeiten zu tanzen. Das wird es mit uns nicht geben. Nicht bei der ILM. Und nicht bei der Barefoot. Es gibt klare Kriterien dafür, was einen Barfußschuh ausmacht. Und diese Kriterien prüfen wir bei jedem neuen Aussteller.
Ab dem kommenden Jahr wird die Messe auf einen halbjährlichen Rhythmus wechseln. Wie bewerten Sie die Resonanz auf diesen Vorstoß?
Die Hälfte der aktuell rund 90 Marken, die im Sommer dabei sein werden, haben auch die Teilnahme Ende Januar 2027 schon gebucht. Wir haben bereits 47 Anmeldungen für den Januar. Darum sind wir sehr zuversichtlich, dass auch diese Messe funktionieren wird. Mir ist es wichtig, zu betonen, dass dabei auch der Fachhandel eine wichtige Rolle spielt: als Besucher im Sommer, aber auch im Januar. Das Barfußsegment hat seinen Schwerpunkt klar im Sommer. Aber auch Barfußschuhe für den Winter gewinnen an Bedeutung. Wir gehen davon aus, dass die Barefoot im Winter etwas schwächer sein wird. Aber sie hat auch in dieser Saison Relevanz. Sie sollte ein Pflichttermin für jeden Händler sein, der sich mit dem Segment der Barfußschuhe befasst.
Besteht weiterhin die Partnerschaft mit dem HDS/L?
Ja, er ist weiterhin unser Kooperationspartner und ich gehe davon aus, dass etwa Hauptgeschäftsführer Torben Schütz dann auch vor Ort sein wird. Einige der Aussteller sind zudem Mitglieder des HDS/L. Rechnen Sie mit weiter zunehmender Internationalität? Ja. Bei der letzten Messe waren Besucher aus 44 Ländern da. Ich denke, dass wir dies noch ausbauen können. Weil die Barefoot nicht allein eine Order-Veranstaltung ist. Sie dient auch dem Austausch und dem Vernetzen. Ich glaube, dass das Segment der Barfußschuhe bei uns ein neues Zuhause gefunden hat.