Es kommt, wie es kommen musste: Nach der im März angekündigten Insolvenz des Schuhfilialisten Reno folgte zwei Wochen später die Zahlungsunfähigkeit und damit verbundene Insolvenzanmeldung der Muttergesellschaft HR Group. Im letzten Jahr geführte Verhandlungen kamen zu keinem Abschluss, sodass sich das Unternehmen nun gezwungen sieht, den Geschäftsbetrieb einzustellen, wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet. Bereits im November wurden viele der 750 Mitarbeitenden der Gruppe entlassen, nun folgen weitere. Bis zur Abwicklung des Geschäftsbetriebs bleibt lediglich eine kleine Anzahl an Mitarbeitenden, bevor auch diese erfolgt ist.
Die HR Group entstand 2005 durch die Fusion des Filialisten Reno mit dem Schuhhandelsunternehmen Hamm. Gemeinsam Wuchs die Marke auf rund 400 und 1800 Wholesale-POS. Die meisten Reno-Stores befanden sich in Deutschland.
Die HR Group verkaufte im Oktober 2022 das Reno-Filialgeschäft an die 2021 gegründete CM Solutions. Die Gruppe blieb dem Filialisten als IT- und Logistik-Dienstleister erhalten. Nachdem Reno im März 2023 jedoch Insolvenz anmeldete, bedeutete das gleichzeitig ein Insolvenzverfahren für die HR Group, da damit die Haupteinnahmequelle wegbrach.
Zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens von Reno wurde bekannt, dass der Großteil der 180 Standorte geschlossen werden mussten. Für 23 Standorte ging es weiter: Während neun Reno-Filialen in das Portfolio des Schuhfilialisten Kienast übergingen, konnten auch für acht bis neun weitere Filialen Interessenten gefunden werden.