Espadrilles gehören zu den wichtigsten Schuhmodellen im F/S 2017 und werden auf neuen, sehr massiven Bodenkonstruktionen und in sehr hybriden Formen umgesetzt. Flechtungen, Perlenstickereien, Pompoms, Fransen und Raffia-Optiken spiegeln bei Sandalen und Slippern den sehr dominanten Ethno-Trend wider. Stickereien, Blumenapplikationen und opulente Strass-Steine sorgen für eine Extraportion Schmuck.
„Kimono-Drucke, Blumenstickereien und Ethno-Details kommen sehr gut an, die Kunden trauen sich deutlich mehr“, hat Marcel Melzig von Ash festgestellt. Sneaker bleiben ein starkes Thema und werden entweder grafisch und clean mit Neopren, Bandagen und Mesh oder sehr dekoriert und spielerisch umgesetzt. Neben Wedges in zahlreichen Varianten sind Mules das modische Must-have für die Saison – entweder auf massiven Blockabsätzen oder als flacher Nachfolger der Adilette.
Überhaupt gibt es in Berlin viele neue Sandalenvariationen zu sehen, auch wenn manch Aussteller die Anteile an offener Ware eher als gering einschätzt. „Offene Ware ist schwierig zu platzieren, was an den schlechten Abverkaufszahlen der aktuellen Sommersaison liegt“, so Marcel Melzig.
Farblich stehen Metallics wie Gold, Silber und Roségold im Vordergrund, die auf strukturierten Ledern eine ganz neue Wirkung entfalten. Der Start in den ersten Tag verlief entspannt. Kein großes Gedrängel am Eingang oder in den Gängen. Die Erklärung? Zum einen halten sich die Besucher im Sommer traditionell mehr auf dem Freigelände auf. Zum anderen ist die Stimmung im Handel nicht überschwänglich. „Frühjahr/Sommer ist bei den meisten Händlern nicht berauschend verlaufen“, weiß Achim Bruder vom gleichnamigen Taschenlabel. So wie er sind daher alle Aussteller gespannt, wie die nächsten Tage verlaufen.