Erst zum ersten August wurden die verschiedenen Insolvenzverfahren der Esprit-Gesellschaften eröffnet. Das Unternehmen verkündete, Gespräche mit zwei Interessenten zu führen.
Nun meldet das Unternehmen, einen Käufer gefunden zu haben: Der britische Finanzinvestor Alteri soll die Markenrechte für das insolvente europäische Geschäft übernehmen. Darüber haben die Gläubigerausschüsse der sieben insolventen Gesellschaften einstimmig entschieden. Gleichzeitig sprachen sich diese für die Unterzeichnung einer Grundlagenvereinbarung aus: Dieses beinhaltete wesentliche kommerzielle Eckdaten für den Erwerb der Markenrechte für Europa sowie weitere immaterieller Vermögenswerte. Damit sei ein späterer Relaunch der Marke geplant.
Der britische Private Equity Investor Alteri ist laut Esprit auf den europäischen Retailsektor spezialisiert. Seit 2018 gehört auch die deutsche CBR Fashion Group mit Marken wie Cecil oder Street One zum Portfolio des Investors.
Keine Weiterführung des Geschäftsbetriebs geplant
Die Grundlagenvereinbarung („Term Sheet“) sieht allerdings keine Weiterführung des Geschäftsbetriebs vor. Über das Angebot des Käufers wird Stillschweigen bewahrt. Durch das Verfahren kommt es zur Schließung aller 56 Standorte in Deutschland. Rund 1.300 Mitarbeitende sollen laut DPA ihren Job verlieren.