Von einem ”substanziellen Verlust“ geht Esprit für das laufende Geschäftsjahr aus. Grund dafür sei ein unerwarteter Umsatzrückgang in China um mehr als 20%, der begleitet worden ist von Flächen-Schließungen, die Beendigung von Wholesale-Partnerschaften und die Rücknahme von unverkäuflichen Altbeständen. Vor diesem Hintergrund musste das Unternehmen dort nun Wertberichtigungen in Höhe von umgerechnet knapp 300 Mio. Euro vornehmen.
Aber auch in Europa lief es für den Modekonzern nicht gut. Aufgrund des warmen Wetters verkauften sich die Herbst/Winter-Kollektionen nur mit deutlichen Abschlägen. Wertberichtungen für das eigene Retail-Geschäft sowie gestiegene Rückstellungen für Schließung unrentabler Filialen belasteten das Geschäft zusätzlich. Esprit bezifferte die entsprechenden Belastungen auf rund 50 Mio. Euro.
Trotz der ausgesprochenen Gewinnwarnung zeigte sich CEO José Manuel Martínez optimistisch. Denn die Restrukturierungsmaßnahmen in China seien abgeschlossen. Zudem verfüge das Unternehmen über eine solide finanzielle Basis und eine schuldenfreie Ausgangssituation, so dass man sich wieder auf Wachstum einstellen könne.
Der Fokus liegt insbesondere auf der Produktverbesserung der zunehmenden Vertikalisierung, was sich in den nächsten Monaten auszahlen werde. Auch im Bereich Omni-Channel-Vertrieb sowie Marketing habe man einiges in petto.