In der Studie ’Let the Sector Games begin‘ hat Euler Hermes die kurz- und langfristigen Herausforderungen in rund 1.300 Einzelbranchen weltweit untersucht. Demnach sind die Risiken zum Jahresende 2015 nochmals erheblich angestiegen. So haben die Volkswirte des Kreditversicherers insgesamt 148 Branchen aufgrund steigender Risiken in ihrer Bewertung herabgestuft – dem gegenüber standen gerade einmal 76 Hochstufungen bei verbesserter Lage.
„Zum Jahresstart 2016 bewegt sich jede vierte Branche auf schwierigem Terrain“, sagte Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler Hermes Gruppe. „Das bedeutet, sie sind entweder bereits stark gefährdet oder sie weisen erhebliche Risiken auf und sind anfällig für wirtschaftliche Turbulenzen. Manager müssen also in den kommenden Monaten einen kühlen Kopf bewahren nach dem durch die Volatilität der Finanzmärkte verursachten Adrenalinschub, den steigenden Exportrisiken durch wachsende Insolvenzzahlen und einer vielerorts sinkenden Zahlungsmoral.“
Die Herausforderungen variieren laut der Studie von Branche zu Branche. Der Einzelhandel kämpfe um Margen und Profite. Als besonders risikoreich stufen die Experten die Metallbranche ein. Es folgt die Textilindustrie, die insbesondere mit der unsicheren Lage in wichtigen Ländern wie Russland, China und Brasilien zu kämpfen habe. Dagegen drohe dem Einzelhandel vor allem das Risiko der ’Digital Disruption‘, „der Unterwanderung des Geschäftsmodells eines Unternehmens durch neue Technik und ein neues Geschäftsmodell.“