Im laufenden Jahr zeichnet sich in Deutschland bereits eine Trendwende ab: Erstmals seit sieben Jahren stagnieren die Pleiten auf dem Rekordtief bei etwa 23.100 Fällen und werden 2017 dann nach Einschätzungen des Kreditversicherers zum ersten Mal wieder steigen, wenngleich nur leicht, um 1%. Weltweit erwartet Euler Hermes einen Zuwachs von 2%, sowohl in 2016 als auch abermals in 2017.
„Der Erholungszyklus nach der Wirtschaftskrise ist beendet, jetzt ist wieder alles auf Null, das Spiel beginnt von vorne und es ist wieder alles möglich. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland verspricht 2016 mit einem erwarteten Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt um 1,7% zwar Gutes, aber als exportstarke Nation leiden deutsche Unternehmen vor allem auch unter den Entwicklungen bei wichtigen Handelspartnern“, sagt Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler Hermes Gruppe. Mit den USA, Großbritannien und China verzeichnen gleich drei der fünf wichtigsten Handelspartner der Deutschen einen Zuwachs bei den Pleiten und Frankreich bewegt sich weiter auf Rekordniveau und rund 30% oberhalb des Vorkrisenniveaus. Einzig die Niederlande verbuchen voraussichtlich einen Rückgang um 5%.
„Die Entwicklung der Insolvenzen bei großen Unternehmen ist alarmierend und in der Folge sehen wir einen zunehmenden Dominoeffekt auch bei ihren Lieferanten“, sagte Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz.