Unterm Strich dann doch noch zufrieden: Der Juli wurde nach den Worten von Fritz Terbuyken für die ANWR-Händler mit einem Minus von 2% abgeschlossen. “Die Läger sind leer”, so der ANWR-Warenvorstand. Nun könne optimistisch in die neue Orderrunde gestartet werden. Farbig hält eine gewisse Ruhe Einzug. Fritz Terbuyken geht von einem Schwarzanteil von einem Drittel aus. Daneben positionieren sich Blau, Weiß/Silber sowie Beigenuancen. Starke Farben, die noch im vergangenen Sommer wichtig waren, dürften – auch aufgrund der nicht euphorischen Nachfrage – jetzt kein großes Thema mehr werden. Dennoch wollen die Händler Akzente setzen. Rainer Urning: “Es ist wichtig, dass wir im Schaufenster mit schönen Highlights locken.”
Wichtig ist dem Handel, nach neuen Details zu suchen. Sommerstiefel gelten als Must-Have; ein Trend von höheren Sprengungen hin zu flacheren Absätzen zeigt sich deutlich. Bei den Herren werden Loafer gut besprochen, Sportives gilt als unverzichtbar. Hier hat sich nach Einschätzung der Gesprächsteilnehmer der Markt inzwischen stark verändert.
Das Thema Accessoires gilt als wichtig – jedoch auch als nicht unproblematisch. Martina Petrovic setzt mit ihrem jungen Konzept stark auf Tücher, Taschen und Gürtel. Um 8% ihres Umsatzes erzielt sie mit diesen Zusatzprodukten. Rainer Arning indes sieht das Segment kritisch: Man brauche viel Platz für ein repräsentatives Angebot – und das Thema Diebstahl sei nicht unerheblich. Dennoch solle auch die First genutzt werden, um Accessoires passend zum Schuhsortiment zu sichten.