Stuttgart ist der fünfte Markenstore von Floris van Bommel in Deutschland. Ist die Strategie, über eigene Geschäfte mehr Sichtbarkeit herzustellen und Begehrlichkeit auszulösen, aufgegangen?
Unbedingt! Unsere heutige Marktposition hätten wir ohne eigene Brandstores nicht erreicht.
Welche Städte stehen für weitere Neueröffnungen auf dem Radar?
Alle größeren deutschen Städte sind eine Option. Wir lassen uns alle Möglichkeiten offen. Unser Retail Manager hat flächendeckend Kontakte in Deutschland. Wir fokussieren nicht auf eine bestimmte Stadt, sondern auf die beste Gelegenheit im jeweiligen Moment.
Wie ist das Jahr 2018 für Floris van Bommel gelaufen?
Wie wir alle wissen, geht die Branche durch raue Zeiten. Es ist nicht leicht, in so einem Markt zu operieren. Dennoch haben wir stabiles Umsatzwachstum erzielt.
Das Herrenschuh-Geschäft wurde in den vergangenen Monaten kritisch bewertet. Das Interesse der Kunden sei extrem gering. Zum Teil wird sogar an eine Schließung der Herrenschuhabteilung gedacht. Was können Sie entgegnen?
Der Markt verändert sich rapide – so viel ist sicher. Ich denke jedoch, dass jeder Wege finden kann, das eigene Business stark zu machen, smart zu halten, nach vorne zu gehen und weiter klug zu investieren. Als Marke müssen wir mit einer tollen Kollektion und einem kraftvollen Image so aufregend wie möglich sein. Solange wir beides mit einem intelligenten Markt-Ansatz kombinieren, wird weiterhin alles gut gehen. Wir müssen zudem sicherstellen, dass wir dort, wo potenzielle Neukunden ihren Einkauf entscheiden, zusätzlich bestmöglich präsent sind. Das ist die Aufgabe. Eigentlich ganz einfach – dennoch harte Arbeit!
Was erwarten Sie von 2019?
Es wird kein ganz einfaches Jahr werden, aber wir haben Vertrauen, dass es gut für uns wird. In Jahren wie diesen arbeiten wir noch härter, investieren noch mehr, um eine echte Bereicherung des Portfolios unserer Händler zu sein. Fast 300 Jahre Familienbusiness mit vielen Umbrüchen haben unseren Rücken stark gemacht.