Am 24. April 2013 ereignete sich in Bangladesch die Rana-Plaza-Tragödie: Beim Einsturz einer Textilfabrik starben mehr als 1.100 Arbeiter/innen, viele weitere wurden verletzt. Wenige Tage vor dem vierten Jahrestag des Fabrikeinsturzes eröffnet die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in der Hauptstadt Dhaka die ’Akademie der Arbeit‘.
Bei der ’Akademie der Arbeit‘ handelt es sich um ein Nachwuchskräfteprogramm für Gewerkschafter in Bangladesch. Drei Monate lang werden Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter der mittleren Führungsebene fortgebildet. Als Kooperationspartner konnte laut FES eine bangladeschische Universität gewonnen werden, die das Programm akademisch zertifiziert. Eine weitere Besonderheit ist, dass in der Landessprache Bangla unterrichtet wird, vor allem durch lokale Trainer.
Wie die FES weiter bekannt gibt, soll jedes Jahr mindestens ein dreimonatiges Programm stattfinden. Von Beginn an wird es auch ein Alumni-Programm geben, das die Absolventen dabei unterstützt, ihr Wissen anzuwenden und als Multiplikatoren weiter zu tragen.