Vor wenigen Wochen gab das Unternehmen mit Richard Baker und seinem Unternehmen NRDC sowie dem deutschen Investor Bernd Beetz die beiden neuen Investoren des angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof bekannt. Eines der obersten Ziele der Übernahme: So viele der 92 Standorte zu erhalten, wie möglich. In der Folge wurden über 16 Standorte spekuliert, die von Schließungen betroffen sein sollten. Eine genaue Liste veröffentlichte das Unternehmen am Samstag. Laut dem Konzern sei es den Vermietern der Filialen jedoch noch möglich, auf Galeria zuzukommen, um potentiell niedrigere Mieten auszuhandeln.
„Als Ziel haben wir einen marktüblichen Mietkorridor von 7 bis 11 Prozent des Umsatzes definiert, um die jeweilige Filiale wirtschaftlich rentabel betreiben zu können“, erklärt Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus. „Wir haben für den Erhalt jeder einzelnen Filiale hart verhandelt. Nicht nur im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch im Hinblick auf lebendige Innenstädte.“
Neben den geplanten Schließungen soll außerdem das Service Center, also die bisherige Galeria-Zentrale in Essen, an einen neuen Standort an der Düsseldorfer Shadowstraße ziehen. „Wir werden alles tun, um unser Geschäft in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Dazu sehen wir nicht zuletzt durch unsere Umsatzentwicklung im laufenden Geschäftsjahr gute Voraussetzungen”, so Galeria-CEO Olivier Van den Bossche.
Diese Standorte müssen schließen:
- Augsburg
- Berlin Ringcenter
- Berlin Spandau
- Berlin Tempelhof
- Chemnitz
- Essen
- Köln Breite Straße
- Leonberg
- Mainz
- Mannheim
- Oldenburg
- Potsdam
- Regensburg Neupfarrplatz
- Trier Fleischstraße
- Würzburg
- Wesel
Mit 76 Filialen bleiben mehr Standorte von den Schließungen verschont, als bisher angekündigt. Bei der Bekanntmachung der neuen Investoren gingen Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus und Investor Bernd Beetz von 70 Filialen aus.
Mit den Schließungen gehen allerdings auch Kündigungen von Arbeitsplätzen einher: Neben den bereits verkündeten 450 Stellen, die in der Zentrale gestrichen werden sollen und dort etwa die Hälfte ausmachen, werden im Verlauf der Schließungen weitere 1.000 Arbeitskräfte ihren Job verlieren.