Die Kreditlinie soll unter anderem bestehende Drittfinanzierungen ablösen sowie Modernisierungs- und Effizienzmaßnahmen im laufenden Geschäft ermöglichen. Auch Aufwendungen für organisatorische Veränderungen sind nach Angaben des Unternehmens in der Finanzierung berücksichtigt, um die zuvor gebangt worden war. Erst im April hatte Galeria eine Zwischenfinanzierung über zehn Millionen Euro vom Minderheitsgesellschafter Bain Capital erhalten. Zugleich soll das Unternehmen die Vermieter mehrerer Filialen um eine Stundung von Mietzahlungen gebeten haben.
Die nun vereinbarte Kreditlinie verschafft Galeria den finanziellen Rahmen für die geplante Neuausrichtung bis Ende 2029. „Die wirtschaftliche Grundlage der Neuausrichtung ist gelegt“, erklärt Galeria-CFO und Geschäftsführer Norman Krotten.
Im Zentrum steht ein deutlich kompakteres Warenhausnetz. Galeria will sich künftig stärker auf wirtschaftlich tragfähige Standorte konzentrieren, Sortimente stärker an lokalen Kundenstrukturen ausrichten und neue Flächenkonzepte umsetzen. Die genaue Zahl der fortgeführten Warenhäuser steht noch nicht fest und soll sich aus den Gesprächen mit Vermietern und Kommunen ergeben. Dabei geht es vor allem um veränderte Mietkonditionen und mögliche Flächenverkleinerungen.
Die Neuausrichtung umfasst sechs Bereiche: Filialportfolio, Sortiment, Verkaufsflächen, Personal, Marketing und CRM sowie die weitere Optimierung der Kostenstrukturen. Nach Unternehmensangaben soll Galeria bereits im Geschäftsjahr 2026/2027 ein positives bereinigtes EBITDA erreichen. Für 2027/2028 wird ein Ergebnis im dreistelligen Millionenbereich angestrebt.