Die Geox S.p.A. hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 165,3 Mio. Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 12,5% zu aktuellen Wechselkursen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf vergleichbarer Fläche lag das Minus bei 10,3%.
Der Wholesale-Kanal erreichte Erlöse von 68,6 Mio. Euro und machte damit 41,5% des Konzernumsatzes aus. Das Segment verzeichnete ein Minus von 8,1%. Im Retailgeschäft setzte Geox 56,3 Mio. Euro um, was ebenfalls einem Rückgang von 8,1% entspricht. Besonders stark unter Druck standen die digitalen Vertriebskanäle: Hier gingen die Umsätze um 23,8% zurück. Zwar entwickelte sich der eigene Onlineshop positiv, dies konnte jedoch die schwächeren Orders über Wholesale-Webshops und Marktplätze nicht kompensieren.
Regional blieb Italien mit 52,8 Mio. Euro der wichtigste Markt und erreichte einen Umsatzanteil von 32%. Die Erlöse sanken dort um 4,6%. In Europa – inklusive DACH-Region, Frankreich, Großbritannien und der Iberischen Halbinsel – gingen die Umsätze um 11,7% auf 75,6 Mio. Euro zurück. Belastend wirkten insbesondere die schwächeren Geschäfte in der DACH-Region und in Frankreich. Positiv entwickelte sich hingegen das Wholesale-Geschäft auf der Iberischen Halbinsel.
CEO Francesco Di Giovanni verwies auf die schwierigen Rahmenbedingungen: „Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 war von rückläufigen Umsätzen geprägt. Ungünstige Marktbedingungen und die allgemeine Konsumstimmung beeinflussen die Nachfrage in der Branche weiterhin deutlich negativ.“ Besonders enttäuschend habe sich der Retailbereich entwickelt. „Der Rückgang um 8,1% ist im Wesentlichen auf einen erheblichen und breit angelegten Frequenzrückgang zurückzuführen“, erklärte der CEO. Dieser Trend habe sich seit der zweiten Jahreshälfte 2025 verstärkt und sei branchenweit zu beobachten.
Die Region „Other Countries“, zu der unter anderem der Mittlere Osten, Afrika und Russland zählen, verzeichnete mit minus 23,1% den stärksten Rückgang. Insgesamt entfielen 90,4% des Konzernumsatzes auf das Schuhgeschäft.
Zum 31. März betrieb Geox weltweit 562 Monobrand-Stores, davon 233 in Eigenregie. Im ersten Quartal wurden acht neue Geschäfte eröffnet und 16 geschlossen. Die Zahl der Franchise-Stores sank von 126 auf 100.
Trotz des schwierigen Marktumfelds sieht sich Geox operativ auf Kurs. Durch Einsparungen von rund 10 Mio. Euro bei den operativen Kosten habe das bereinigte EBIT über den Budgeterwartungen gelegen. Der Konzern bestätigt daher seine Prognose für 2026 und rechnet weiterhin mit einer bereinigten EBIT-Marge von 2 bis 3% sowie einer weiteren Reduzierung der Bankverschuldung.
Di Giovanni betonte zudem, dass Geox an seiner strategischen Ausrichtung festhalte: „Es ist essenziell, einen vorsichtigen Ansatz beizubehalten – mit Fokus auf Wachstum in den profitabelsten Märkten, der kontinuierlichen Optimierung von Prozessen und einer konsequenten Kostendisziplin.“ Gleichzeitig kündigte der CEO neue Produkt- und Retailkonzepte an. Gemeinsam mit einem international renommierten Designstudio arbeitet Geox an neuen Schuhkollektionen, deren erste Ergebnisse zur Saison Frühjahr/Sommer 2027 vorgestellt werden sollen.