Geox hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 608,7 Mio. Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 8,3 % gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um die Schließung von Tochtergesellschaften in China und den USA sowie um wenig rentable Vertriebskanäle lag das Minus bei 5,3 %.
Trotz des Umsatzrückgangs konnte der italienische Schuhhersteller seine Ergebnisse verbessern. Der Nettoverlust sank auf 16,2 Mio. Euro und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 30,3 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT stieg leicht auf 9,0 Mio. Euro (2024: 8,8 Mio. Euro). Als Gründe nennt das Unternehmen vor allem Effizienzmaßnahmen und eine Reduzierung der Kostenbasis.
CEO Francesco Di Giovanni kommentiert: „2025 war für Geox ein Jahr der tiefgreifenden Überarbeitung des Betriebsmodells, was zu einer erheblichen Senkung der Kostenbasis führte, deren erste Vorteile sich bereits im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr gezeigt haben.“ In einem weiterhin schwachen Marktumfeld hätten die eingeleiteten Maßnahmen bereits „greifbare Ergebnisse“ geliefert. So sei der Nettoverlust halbiert und die Bankverschuldung auf 92,6 Mio. Euro reduziert worden.
Im Zuge der Neuausrichtung hat Geox auch seine Vertriebsstruktur angepasst. Insgesamt sank die Zahl der Geox-Shops von 616 auf 570. Davon waren zum Jahresende 235 eigene Stores. Im Jahr 2025 eröffnete das Unternehmen 35 neue Läden, während 81 geschlossen wurden.
Der Großhandel blieb mit 194,3 Mio. Euro Umsatz unter Vorjahr (-10,5 %). Auch das Retail-Geschäft gab um 4,6 % auf 249,2 Mio. Euro nach. Die digitalen Vertriebskanäle verzeichneten einen Rückgang von 10,9 % auf 165,2 Mio. Euro, was teilweise auf eine strategische Bereinigung wenig profitabler Online-Kanäle zurückgeführt wird.
Regional entfielen 29,4 % des Umsatzes auf Italien (179,2 Mio. Euro, -4,5 %). In Europa setzte Geox 290,7 Mio. Euro um (-3,2 %). Besonders deutlich fiel der Rückgang in den übrigen Märkten aus, wo der Umsatz um 21,1 % auf 138,7 Mio. Euro sank – auch infolge der Schließung der Aktivitäten in China und den USA.
Das Kerngeschäft bleibt Footwear, das 90,4 % des Gesamtumsatzes ausmacht. Der Schuhumsatz belief sich 2025 auf 550,1 Mio. Euro (-8,0 %), während das Bekleidungsgeschäft mit 58,5 Mio. Euro um 11,2 % zurückging.
Für die kommenden Jahre setzt Geox auf Innovation und Design. So kündigte das Unternehmen eine neue Partnerschaft mit einem international renommierten Designstudio an, das ab der Saison Frühjahr/Sommer 2027 die Entwicklung der gesamten Erwachsenenkollektion verantworten soll. Laut Unternehmen soll diese Zusammenarbeit „frische kreative und stilistische Energie“ in das Markenportfolio bringen.
Für 2026 rechnet Geox trotz der laufenden Restrukturierung weiterhin mit leicht rückläufigen Umsätzen. Gleichzeitig sollen Effizienzprogramme die Kostenbasis weiter verbessern und eine operative Marge von zwei bis drei Prozent ermöglichen.