Im Juni hat Gerry Weber angekündigt, 122 Filialen zu schließen, nachdem für die Gerry Weber Retail GmbH, verantwortlich für das deutsche Retailgeschäft, ein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde. Nun hat auch die österreichische Gerry Weber GmbH mit Sitz in Wien Insolvenz anmelden müssen. Sie ist ihrerseits für das österreichische Retailgeschäft verantwortlich. Das Resultat ist in diesem Fall direkt kommuniziert worden. Das gesamte eigene Retailgeschäft, welches 17 Stores und zwei Outlets umfasst, wird geschlossen. Rund 75 Arbeitsplätze werden dadurch wegfallen.
Wie in Deutschland will sich Gerry Weber in Österreich wieder verstärkt auf das Wholesale-Business konzentrieren, erklärt CEO Angelika Schindler-Obenhaus: „Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die sich immer mit voller Leidenschaft für unser Unternehmen und unsere Marken eingesetzt haben. Dieser Schritt stärkt die Fokussierung auf den gesunden Kern und die Neuausrichtung als resilienteres, belastbareres Unternehmen mit einer soliden Basis. In Österreich stecken wir unsere volle Kraft nun in den Ausbau bestehender und in den Aufbau neuer Partnerschaften im Handel.“
Gerry Weber erwartet, dass das Insolvenzverfahren innerhalb weniger Tage als Konkursverfahren eröffnet wird und die Gerry Weber GmbH, Wien, am Ende des Verfahrens das Geschäft aufgibt. Das betreffe jedoch keine anderen Unternehmen innerhalb des Gerry Weber-Konzerns. Der Hersteller betont, dass die Lieferfähigkeit vollständig gewährleistet bleibt und die Order für die F/S 2024-Kollektion planmäßig vom 17. Juli bis 4. August stattfindet.