Nach einem schwachen Jahresendspurt startet nun auch das neue Jahr 2024 sehr enttäuschend: Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung zeigen deutliche Einbußen. Insgesamt sinkt die Konsumklimaprognose für Februar auf -29,7 Punkte – ein Rückgang von 4,3 Punkten zum Vormonat (-25,4 Punkte). Dies geht aus der regelmäßigen „Gfk Konsumklimastudie power by NIM“ hervor.
Ursache sieht die Gesellschaft für Konsumforschung unter anderem in der spürbar steigenden Sparneigung der Deutschen. „Die Verbesserung des Konsumklimas im Vormonat war offenbar nur ein kurzes Aufflackern vor Weihnachten. Falls es Hoffnungen gab, dass sich die Stimmung nachhaltig erholen kann, so wurden diese im Januar wieder zunichte gemacht. Das Konsumklima hat zu Jahresbeginn einen herben Rückschlag hinnehmen müssen“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. „Dazu trägt neben dem Rückgang der Einkommenserwartung und der Anschaffungsneigung auch maßgeblich die Sparneigung der Konsumenten bei, die sich derzeit im Höhenflug befindet. Sie ist im Januar 2024 um 6,7 Punkte auf 14 Punkte angestiegen, dem höchsten Wert seit August 2008.“ Laut Gfk müsse deshalb die Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung des Konsumklimas in die Zukunft verschoben werden.