Die Stimmung unter den Verbrauchern nimmt langsam wieder zu. Das geht aus den neuesten Ergebnissen des Gfk-Konsumklimas powered by NIM, hervor. Insgesamt werden die Deutschen optimistischer, ohne deswegen gleich mehr Geld ausgeben zu wollen. Vor allem die Konjunktur- und Einkommenserwartungen konnten leicht steigen, während die Anschaffungsneigung unverändert bleibt. Dafür wird nicht mehr mit eisernem Griff am Geld gehalten: Die Sparneigung der Deutschen sinkt, sodass sich im Endergebnis das Konsumklima zum zweiten Mal in Folge verbessert – von -28,8 Punkten auf -27,4.
„Die Erholung des Konsumklimas kommt langsam und nur sehr schleppend voran“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. „Reale Einkommenszuwächse und ein stabiler Arbeitsmarkt bilden an sich sehr gute Voraussetzungen für eine rasche Erholung der Konsumkonjunktur, aber den Konsumenten fehlt es immer noch an Planungssicherheit und Zukunftsoptimismus. Die starke Verunsicherung der Verbraucher in Zeiten multipler Krisen, gepaart mit wenig Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands, hemmt die Konsumneigung. Das sorgt dafür, dass Impulse durch die Binnennachfrage für die Konjunktur derzeit immer noch ausbleiben. Kurz zusammengefasst: Die schlechte Stimmung überlagert die Fakten.“ Eine nachhaltige Erholung der deutschen Wirtschaft bleibe deshalb abzuwarten.