Golden Goose könnte schon bald einen neuen Minderheitsinvestor begrüßen. Laut übereinstimmenden Medienberichten befindet sich das italienische Luxus-Sneaker-Label in Gesprächen über den Verkauf von rund 10 % der Anteile an die Qatar Investment Authority. Das Unternehmen wird aktuell mit rund 2,5 Mrd. Euro bewertet. Eine offizielle Stellungnahme lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.
Die mögliche Transaktion würde die bestehende Gesellschafterstruktur weiter verändern. Erst im Dezember hatte die Beteiligungsgesellschaft HSG die Mehrheit an Golden Goose übernommen. Das berichtet das US-amerikanische Fachmedium Footwear News. Temasek und True Light Capital sind seitdem als Minderheitsinvestoren beteiligt. Auch frühere Anteilseigner wie Permira und Carlyle halten weiterhin Anteile. CEO bleibt Silvio Campara, während Marco Bizzarri den Posten des Non-Executive Chairman übernommen hat.
Ein Einstieg des Staatsfonds aus Katar käme vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage im Nahen Osten überraschend – gleichzeitig zählt die Region zu den wichtigsten Wachstumsmärkten der Marke. Im Jahr 2025 legte der Umsatz in der Region Europa, Naher Osten und Afrika um 18 % zu. In Asien-Pazifik stiegen die Erlöse um 17 %, während die Americas ein Plus von 9 % verzeichneten.
Insgesamt erhöhte Golden Goose den Umsatz im Geschäftsjahr 2025 um 15 % auf 734 Mio. Euro (bei konstanten Wechselkursen). Das bereinigte EBITDA stieg um 9,2 % auf 248,3 Mio. Euro, was einer Marge von 34 % entspricht.