Golden Goose hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatzplus von 15 % abgeschlossen. In den zwölf Monaten bis zum 31. Dezember stiegen die Erlöse währungsbereinigt auf 734 Mio. Euro (2024: 654,6 Mio. Euro). Das bereinigte EBITDA legte um 9,2 % auf 248,3 Mio. Euro zu, die Marge liegt bei 34 % des Umsatzes.
CEO Silvio Campara führt das kontinuierliche Wachstum auf die konsequente Co-Creation-Strategie zurück. „Das macht den Unterschied aus. Die Kunden sind die Protagonisten des Einzelhandels-Erlebnisses, nicht Zuschauer, und sie kommen immer wieder zurück, weil sie sich gerne an dieses Erlebnis erinnern, was zu einer enormen Loyalität führt. Wir haben echte Beziehungen zu unseren Kunden aufgebaut, die sich besonders fühlen, und unser Erfolg beruht nach wie vor auf Mundpropaganda.“ Die Zahl der Neukunden sei gestiegen. Zudem betont Campara: „Es reicht nicht mehr aus, das Erbe einer Marke zu feiern und sie zu erneuern.“ Die Gen Z stelle inzwischen 40 % der Gesamtkundschaft.
Wachstum verzeichnete das Unternehmen über alle Kategorien hinweg, mit einem starken zweistelligen Plus im Ready-to-wear-Segment. Besonders dynamisch entwickelte sich 2025 der Direct-to-Consumer-Kanal: Er wuchs um 21 % auf 609,3 Mio. Euro (2024: 503,6 Mio. Euro) und steht nun für 81 % des Gesamtumsatzes. Hintergrund sind unter anderem 17 Neueröffnungen im vergangenen Jahr. Zum Jahresende betrieb Golden Goose 232 eigene Stores, darunter neue Standorte in Tokio (Ginza), Mumbai, Manila, London (Mount Street), Neapel und Ibiza. Regional legte EMEA um 18 % zu, Asien-Pazifik um 17 % und Amerika um 9 %. „Ich glaube, das ist nur der Anfang für Golden Goose“ so Campara mit Blick auf weiteres Potenzial.
Die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende auf 94,4 Mio. Euro (2024: 154 Mio. Euro). Der Rückgang ist vor allem auf Investitionen in das Retail-Netzwerk zurückzuführen.
Auch strategisch stellte sich das Unternehmen neu auf: Im Dezember übernahm die internationale Beteiligungsgesellschaft HSG die Mehrheitsanteile, Temasek und True Light Capital beteiligen sich als Minderheitsinvestoren. Bestehende Investoren bleiben ebenfalls engagiert.
Mit der Eröffnung der Golden Goose-Arena in Mailand sowie Partnerschaften mit Sportbotschaftern und einer Co-Creation-Erweiterung durch Google Pixel und Gemini AI treibt die Marke zudem ihre Community- und Digitalstrategie weiter voran.
Im Februar erhielt Golden Goose für eine eigens entwickelte T-Shirt-Kollektion, die erste Cradle-to-Cradle-Certified-Zertifizierung in Bronze. Die Shirt-Kollektion ist im Store in Venedig (siehe Foto) erhältlich.