schuhkurier: Herr Fluri, wie ist es genau dazu gekommen, dass Sie ein Schuhhandelsunternehmen in Ihr Portfolio aufnahmen?
Guido Fluri: Ich hatte vor einigen Monaten davon gehört, dass Pasito-Fricker zur Disposition steht. Zunächst habe ich mich bewusst nicht in den laufenden Investorenprozess einbinden lassen. Da muss man Geduld haben. Im November bin ich dann schließlich eingestiegen – Voraussetzung dafür war jedoch ein konsequenter Schuldenschnitt. Als Investor haben mich in erster Linie die zahlreichen, attraktiven Flächen zu einem interessanten Preis-Leistungsverhältnis gereizt. Jetzt steht das Modeunternehmen gut da: Es ist schuldenfrei, bereits profitabel unterwegs und verfügt über eine Eigenkapitalquote von 70%.
sk: Sie haben in Ihrer bisherigen Laufbahn mit dem Schuhhandel keine Berührung gehabt…
G.F.: Ich bin Investor und suche in erster Linie Wertschöpfung in Unternehmen. Ich habe einen Stab von Beratern, die im Retailbereich erfahren sind. Mit diesem Team werden wir Pasito-Fricker weiter entwickeln.
sk: Der Schuhhandel an sich ist kein einfaches Business. Was hat Sie dennoch an dem Unternehmen Pasito-Fricker gelockt?
G.F.: Als antizyklischer Investor gehe ich bewusst einen anderen Weg. Dazu gehört auch, gegen den Strom zu schwimmen. Ich sehe allerdings, dass der Schuhhandel, schon allein der Begriff als solcher, verstaubt ist. Man muss in diesem Segment innovativer denken. Da ist in den vergangenen Jahren viel versäumt worden. Und jedes Jahr gehen 3 bis 4% Marktanteil verloren. Ich bin sicher, dass man diese negative Entwicklung stoppen kann, wenn man das richtige Konzept umsetzt.
Das ausführliche Gespräch mit Guido Fluri lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 7/2014.