Das Online-Tool setzt bei jedem einzelnen Lieferanten einen systematischen Verbesserungsprozess in Gang und vermittelt den Produzenten praktisches Klimaschutz-Know-how. „Wir sind nicht nur Einkäufer, sondern auch Botschafter bei den Lieferanten. Wenn die Fabrik mithilfe des Webtools feststellt, dass sie der Umwelt unnötig schadet und gleichzeitig Geld zum Fenster hinauswirft, dann öffnen sich plötzlich neue Wege, Klimaschutz voranzubringen“, sagt Dr. Matthias Händle, geschäftsführender Gesellschafter der Hamm Reno Gruppe und Vorsitzender der Initiative. Über 300 Fabriken aus 14 Ländern sollen bereits mit dem Online-Tool arbeiten, um ihre Emissionen zu senken.
„Der Handel ist eine entscheidende Schnittstelle zwischen den Industrienationen und schnell wachsenden Schwellenländern“, ergänzt Händle. Im internationalen Klimaschutz spiele dies bislang eine untergeordnete Rolle trotz der enormen Hebel, die sich damit bieten.
Bei dem Side-Event des Umweltbundesamtes am 19. November auf dem Klimagipfel in Warschau werden Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Chancen eines gemeinsamen Vorgehens diskutieren.
Der Carbon Performance Improvement Initiative (CPI2) gehören 13 Handels- und Markenunternehmen an: Deichmann, Ernsting’s family, Hamm Reno, HSE24, Karstadt, Kik, New Frontier, Otto, QVC, s.Oliver, TAA Mosgen, Tchibo, Tom Tailor Group. Die Arbeit der CPI2-Initiative wird von der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft unterstützt. Das Umweltbundesamt begleitet als strategischer Kooperationspartner die Initiative fachlich. Die Entwicklung und Implementierung erfolgt durch Systain Consulting.