Der Plattformumsatz (GMV) stieg damit um 6 %, nach IFRS legte der Umsatz um 7 % auf 4,7 Mrd. Euro zu. Damit habe sich das Unternehmen besser entwickelt als der deutsche Onlinehandel insgesamt. CEO Dr. Boris Ewenstein erklärte dazu: „Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Geschäftsjahr über dem Markt wachsen konnten.“
Zum Wachstum trugen laut Unternehmensbericht mehrere Geschäftsbereiche bei. Das Handelsgeschäft legte um 3 % zu, der Marktplatz mit rund 6.100 Partnern um 9 %. Auch das Retail-Media-Geschäft von Otto Advertising entwickelte sich dynamisch und wuchs um 49 %. Die Zahl der aktiven Kundinnen und Kunden stieg auf 12,6 Mio.
Für die kommenden Jahre setzt Otto vor allem auf KI-gestützte Einkaufserlebnisse. Ewenstein betonte: „Wir stehen am Beginn einer neuen Ära im Handel.“ Künstliche Intelligenz verändere die Kundenerwartungen grundlegend und eröffne neue Möglichkeiten für Service und Beratung. Mit dem im März ausgerollten KI-Assistenten wolle das Unternehmen ein „jahrzehntelang stationär geprägtes Einkaufserlebnis erstmals konsequent in den digitalen Raum“ übertragen.
Zusätzlich soll der Marktplatz internationaler werden. Noch im laufenden Jahr will Otto den Zugang für Partner aus weiteren europäischen Ländern öffnen und zugleich das Sortiment ausbauen. Parallel hält das Unternehmen an den bereits angekündigten Strukturanpassungen fest. Ziel sei es, die Kostenbasis bis zum Geschäftsjahr 2027/28 zu senken. In diesem Zusammenhang plant Otto den Abbau von 460 Vollzeitstellen. Die anstehenden Veränderungen sollen laut Ewenstein „so fair, respektvoll, transparent und sozialverträglich wie möglich“ gestaltet werden.