Die Otto Group will nach ihrer Konzernstrategie 2030 die erfolgreichen Geschäftsmodelle Otto, Crate and Barrel und Eos gezielt stärken. Insgesamt lag die Zahl der Kundinnen und Kunden aller Produkte der Gruppe bei über 42 Mio. Petra Scharner-Wolff dazu: „Wir werden unsere erfolgreichen Geschäftsmodelle wie Otto, Crate and Barrel und Eos künftig weiter zielgerichtet skalieren, um Marktanteile und Relevanz fortlaufend zu steigern. Bis 2030 wollen wir unsere finanzielle Freiheit nochmals deutlich ausbauen, bewusst in Wachstum und Technologie investieren und Umsatz sowie Gewinn unseres Kernportfolios auf ein neues Niveau heben.“
- Das Bruttowarenvolumen von Otto stieg um 6 % auf 7,5 Mrd. Euro. Damit wachse Otto in Summe in Deutschland deutlich stärker als der Wettbewerb und gewinne Marktanteile hinzu. Die Zahl der aktiven Kundinnen und Kunden stieg um 4 % auf 12,6 Mio. Das Sortimentsangebot wurde auf über 19 Mio. Artikel ausgeweitet. Ein weiterer Ausbau ist im Zuge einer Marktplatzinternationalisierung geplant. Schon in 2026 sollen auch Händler aus den Niederlanden, Polen, Österreich, Frankreich und Spanien ihre Sortimente auf dem Otto-Marktplatz anbieten können.
- Die Crate and Barrel-Gruppe, Anbieter für Einrichtung und Lifestyle in Nordamerika, verzeichnet trotz des herausfordernden US-Marktes und politisch bedingter Unsicherheiten ein währungskursbereinigtes Umsatzwachstum von 1,6 %. Die Zahl der aktiven Kundinnen und Kunden liegt bei 6,4 Mio. In den nächsten Geschäftsjahren ist die Erweiterung des eigenen Store-Konzeptes von derzeit mehr als 100 um weitere 30 bis 40 Stores in Nordamerika geplant.
- Die Eos-Gruppe hat ihr Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2025/26 auf über 1 Mrd. Euro erhöht. Im Vorjahr lag es bei rund 800 Mio. Euro. Mit signifikanten NPL-Transaktionen (Non-Performing Loans), unter anderem in Frankreich, Deutschland, Portugal, Polen und Bulgarien, aber auch in kleineren Märkten wie Nordmazedonien oder der Slowakei konnte die Eos-Gruppe ihre Position in Europa erneut bestätigen. Im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 soll das Investitionsvolumen noch ausgeweitet werden.
Die Otto Group hat außerdem in technologische Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft investiert. Mit Nvidia, dem weltweit führenden Unternehmen für beschleunigtes Computing, und dem IT-Spezialisten Reply arbeitet die Otto Group beispielsweise an der Vision des selbstdenkenden Lagers mithilfe von Physical AI und dem „Robotic Coordination Layer“ – einer Eigenentwicklung, die alle Roboterflotten des Konzerns erstmals intelligent vernetzt und in Echtzeit steuert. Für Otto wurde basierend auf der Google-Technologie Gemini ein neuer KI-Assistent entwickelt, der in der App bei der Produktsuche unterstützt. Er verarbeitet Eingaben in natürlicher Sprache per Text oder Stimme, interpretiert Kundenbedürfnisse kontextuell und gibt passende Artikelvorschläge aus.
Im März 2026 übernahm Benjamin Otto den Vorsitz des Stiftungs- und Gesellschafterrats von seinem Vater, Prof. Dr. Michael Otto, und damit die strategische Führung der Otto Group. Angesichts der handels- und geopolitischen Risiken sowie des nach wie vor anspruchsvollen Markt- und Wettbewerbsmilieus möchte die Otto Group im laufenden Geschäftsjahr bei den bedeutsamsten finanziellen Kennzahlen zur Umsatz-, Profitabilitäts- und Verschuldungsentwicklung an das Vorjahr anknüpfen. So soll bei Umsatz und EBIT das Niveau des Geschäftsjahres 2025/26 gehalten werden. „Mittelfristig bleibt es unser Ziel, im Umsatz wieder relevant zu wachsen und unser operatives Ergebnis noch weiter zu verbessern. Im aktuellen, anhaltend herausfordernden Umfeld wollen wir die Performance noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Wir gestalten aktiv die Zukunft, indem wir unseren Weg ambitioniert weitergehen, um mit einer robusten Bilanz gezielt und chancenorientiert in Tech und KI zu investieren“, sagt Petra Scharner-Wolff und betont weiter: „Unser Ziel für 2030 ist ein skalierbares, leistungsstarkes Portfolio aus starken, wettbewerbsfähigen und technologiegetriebenen Unternehmen, die unsere Kundinnen und Kunden begeistern und verantwortungsvoll handeln.“