Der Handelsverband sieht nach dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt Risiken für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Für den Einzelhandel seien internationale Lieferketten, Zuwanderung und ein funktionierender EU-Binnenmarkt von zentraler Bedeutung.
HDE-Präsident Alexander von Preen warnt insbesondere vor nationaler Abschottung und fordert stattdessen mehr internationalen Austausch sowie eine stärkere Nutzung des europäischen Binnenmarktes. „Eine Politik der Abschottung und der Ausgrenzung führt in die Irre“, so von Preen. Der Einzelhandel sei auf möglichst reibungslos funktionierende internationale Lieferketten angewiesen.
Auch mit Blick auf den Arbeitsmarkt sieht der HDE mögliche Folgen. Die Branche sei zur Deckung ihres Personalbedarfs auf Zuwanderung angewiesen. Von Preen befürchtet, dass die internationale Wahrnehmung der politischen Entwicklung potenzielle Fachkräfte davon abhalten könnte, nach Deutschland zu kommen.
Gleichzeitig fordert der Verband die Bundesregierung auf, angekündigte wirtschaftspolitische Reformen weiter voranzutreiben. „Die Menschen und die Wirtschaft warten auf spürbare positive Veränderungen“, sagt von Preen. Die Politik müsse nun Reformen rasch umsetzen und ein klares wirtschaftspolitisches Zielbild vermitteln.