Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember ein nominales Umsatzplus von 2 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sollen die Handelsunternehmen in den beiden Monaten 129,2 Mrd. Euro umsetzen. „Das Weihnachtsgeschäft bleibt trotz eines schwierigen Umfelds und vieler Ungewissheiten stabil, Weihnachten zeigt sich krisenfest“, sagt HDE-Präsident Alexander von Preen.
Grundlage für die Prognose ist unter anderem eine repräsentative Verbraucherumfrage des Handelsblatt Research Institutes im Auftrag des HDE. Demnach planen die Befragten, durchschnittlich 262 Euro für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Im Vorjahr waren es 263 Euro. Mehr als die Hälfte will ihre Ausgaben auf dem Niveau des Vorjahres halten. Zehn Prozent planen höhere, 24 % niedrigere Ausgaben.
„Viele Handelsunternehmen sehen sich vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts mit steigenden Kosten für Energie, Personal und ausufernder Bürokratie konfrontiert. Das trägt nicht zu einer optimistischen Einschätzung der Geschäftslage bei. Doch die Kundinnen und Kunden sind in Weihnachtsstimmung und planen mit im Vergleich zum Vorjahr stabilen Geschenkausgaben. Es gibt Anzeichen dafür, dass Weihnachten der Krise trotzen kann“, so von Preen.
Unter den Handelsunternehmen bleibt die Stimmung dennoch verhalten. Laut einer HDE-Umfrage unter 300 Unternehmen gehen 29 % davon aus, dass sich die Kunden auch in schwierigeren Zeiten die Freude am Weihnachtseinkauf nicht nehmen lassen. Gleichzeitig erwarten 56 % der befragten Unternehmen aus dem Nicht-Lebensmittelhandel ein schlechteres oder deutlich schlechteres Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr.
Als Wachstumstreiber sieht der HDE den Onlinehandel. Dessen Weihnachtsumsätze sollen nominal um 4,1 % auf 23,1 Mrd. Euro steigen.